Kfz-Versicherung Grobe Fahrlässigkeit sollte mitversichert sein

Dieses Kalkül gilt als wichtiger Grund für die Rabattschlacht, die sich Versicherer in den vergangenen Jahren stets pünktlich zur Wechselsaison im Herbst lieferten, die in diesem Jahr aber deutlich gebremst ablaufen dürfte. Die Durchschnittsprämie war bis 2010 um 15 Prozent gesunken, nun steigt sie erstmals wieder.

Allerdings sollte der Preis nicht das Hauptkriterium sein, wenn eine neue Versicherung abgeschlossen wird. "Unverzichtbar ist, dass die Deckungssumme mindestens 100 Millionen Euro beträgt", sagt Verbraucherschützer Köster. Auch sollten Autofahrer darauf achten, dass die sogenannte grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist; das bedeutet, dass die Gesellschaft auch dann zahlt, wenn der Fahrer etwa über eine rote Ampel fährt und dabei einen Schaden verursacht.

Aber wie soll jemand, der seine Versicherung wechseln möchte, das beste Angebot im Tarifdschungel finden? Millionen Verbraucher vergleichen die Preise mit Hilfe von Internetportalen wie Check 24, Verivox oder Transparo. Diese sind allerdings zuletzt in Verruf geraten, die Unabhängigkeit ihrer Informationen wurde angezweifelt.

Fest steht, dass sie für jeden vermittelten Vertrag Provisionen kassieren, ähnlich wie Versicherungsvertreter. Zudem sind nirgends alle Gesellschaften aufgelistet. "Es sollten daher immer mehrere Portale parallel abgefragt werden", sagt Holger Krawinkel von der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Wer für seine Entscheidung lieber unabhängige Informationen heranziehen möchte, kann etwa bei Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest nachfragen, die für eine individuelle Rechnung 16 Euro verlangt. Zudem bietet der BdV seit Kurzem einen kostenlosen Vergleich auf seiner Homepage an.