Kamera im Auto Viele Funktionen neben dem Filmen des Verkehrs

Eines der günstigsten Einsteigermodelle ist das Navgear MDV-2850 für etwa 80 Euro. Wichtig, damit sie auch legal betrieben werden darf: Sie zeichnet nur kurze Abschnitte von maximal drei Minuten auf und speichert sie auf einer micro SD-Karte. Der Nachtmodus ist überdurchschnittlich gut und der Unfallrekorder startet in Gefahrensituationen automatisch die Aufnahme. Ein Bewegungssensor dokumentiert Zwischenfälle, wenn das Auto parkt. Das funktioniert aber nur begrenzt, da der Notfallakku des Navgears maximal 20 Minuten überdauert.

Wesentlich besser funktioniert das bei der Garmin Dash Cam 55 für etwa 180 Euro. Sie lässt sich mit der Stromversorgung des Autos verbinden und überwacht das Fahrzeug, wenn es abgestellt ist. Allerdings nur, wenn sich ein Auto von vorne im Sichtfeld der Kamera nähert. Außerdem ist das nötige Kabel nicht im Lieferumfang enthalten. Dafür bietet die Dashcam eine Reihe von Funktionen, die sonst beim Kauf eines Neuwagens ziemlich teuer werden können. Der Kollisionswarner zeigt an, wenn sich ein anderer Verkehrsteilnehmer zu schnell nähert, der Spurhalteassistent, wenn das Auto die Fahrbahnbegrenzungen überschreitet. Per Sprachsteuerung lässt sich die Kamera auch ohne Hände steuern und über die App von Garmin können die Videos per Wlan aufs Smartphone übertragen werden.

Aber Achtung: Die Dash Cam 55 zeichnet zwar nur Abschnitte von maximal einer Minute auf, dies jedoch ohne Unterbrechung. Die Kamera nimmt immer ab Fahrtbeginn auf und löscht das Material erst, wenn der Speicher voll ist. Wer sie juristisch einwandfrei einsetzen will, muss die Videosequenzen also regelmäßig manuell löschen.

Eine zweite Kamera filmt hinten mit

Eine Vielzahl der Funktionen bietet auch die Blackvue DR750S-2CH: GPS, G-Sensor, Wlan, Sprachsteuerung, Parküberwachung und sogar eine eigene Auswertungssoftware für Windows oder Mac OS. Die App von Blackvue informiert den Besitzer sogar per Smartphone permanent über den Zustand seines Autos. Parkt das Fahrzeug und wird von einem anderen touchiert, ertönt ein Warnsignal.

Der größte Vorteil dieser Dashcam ist aber die zweite Kamera, die das Verkehrsgeschehen hinten dokumentiert. Das hat allerdings seinen Preis: Mit etwa 390 Euro ist die DR750S-2CH eine der teuersten Dashcams auf dem Markt.

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