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Japanischer Autohersteller:Toyota ruft mehr als sechs Millionen Autos zurück

Yaris, die Dritte

Das Modelljahr 2009 des Toyota Yaris, auch er ist von der Rückrufaktion betroffen

(Foto: SKI)

Der japanische Autohersteller Toyota muss mehr als sechs Millionen Fahrzeuge zurückrufen, auch deutsche Besitzer sind betroffen. Erst im März musste Toyota eine Milliardenstrafe zahlen - für das Rückruf-Debakel der vergangenen Jahre.

Toyota ruft weltweit 6,39 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. In Deutschland sind nach Angaben von Toyota insgesamt etwa 92 000 Fahrzeuge betroffen.

Der Konzern gibt sogar knapp 6,6 Millionen betroffene Autos an: Ein Fahrzeug mit mehreren Mängeln wertet Toyota als mehrere Rückrufe. Betroffene Besitzer werden entsprechend mehrmals von Toyota angeschrieben.

Bei den Kleinwagen Yaris und Urban Cruiser, die zwischen Januar 2005 und August 2010 produziert wurden, könne es Probleme an den Sitzschienen oder mit einem Befestigungspunkt der Lenksäule geben, teilte Toyota Deutschland mit.

Außerdem könne es beim Geländewagen RAV4 und beim Pick-up Hilux, die zwischen Juni 2004 bis Dezember 2010 hergestellt wurden, zu einem Bruch im Fahrzeugkabelbaum kommen. Es gebe keine Unfälle, die in Zusammenhang mit der Rückrufaktion stünden.

Wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten rief Toyota allein zwischen 2009 und 2011 mehr als zehn Millionen Fahrzeuge zurück. Mitte März hatte sich der Autobauer mit dem US-Justizministerium geeinigt, in den USA 1,2 Milliarden Dollar Strafe zu zahlen - so viel, wie kein Autohersteller zuvor. Der Imageschaden war immens, die Japaner verloren zwischenzeitlich ihren Status als weltgrößter Autohersteller.

Auch ein anderer Autohersteller kämpft derzeit mit Rückrufen: Der amerikanische Konzern General Motors hatte weltweit knapp drei Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten rufen müssen, die meisten von ihnen in den USA. Bei den betroffenen Fahrzeugen kann der Zündschlüssel während der Fahrt auf die Aus-Position springen - was auch Servolenkung, Bremsverstärker und Airbags ausschaltet. Es kam zu mehreren tödlichen Unfällen, GM muss sich derzeit vor dem US-Kongress verantworten. Weil GM einen Fragenkatalog zu Mängeln nicht rechtzeitig beantwortete, hat die US-Verkehrsbehörde NHTSA dem Konzern nun für jeden versäumten Tag eine Strafe von 7000 Dollar auferlegt.

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