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IAA 2011: Online-Trend:Mein Auto, meine App, mein Smartphone

Noch nie wurde auf der IAA so viel getwittert, gepostet und vernetzt wie in diesem Jahr. Das Auto - und nicht erst das von morgen - ist ständig online und erweitert den digitalen Lebensstil des Fahrers.

Mercedes schwebt auf Wolke Sieben: Der Forschungsträger F125 ist permanent online. "Dank der ständigen Verbindung mit der Cloud kann der Fahrer sämtliche von ihm genutzten Medien übergangslos im Auto verwenden. Das am Vorabend zu Hause begonnene Hörbuch wird so im Fahrzeug am nächsten Morgen exakt an der richtigen Stelle weiter gespielt, die beim Frühstück gewählte Musik oder Fernsehsendung fortgesetzt, eingehende Nachrichten weiter vorgelesen", heißt es bei Mercedes. Das Auto setzt den digitalen Lebensstil des Fahrers einfach auf Rädern fort.

Online-Trend

Unterwegs mit der Wasserglas-App

Mit dem "Social Community Assistant" lässt sich einstellen, wer während der Fahrt stören darf und wessen Telefonanruf oder Nachricht das Auto lieber ignorieren soll. Bei der Urlaubsfahrt hat der Chef also Sendepause.

Vom heimischen PC oder vom eigenen Smartphone aus kann man jederzeit den Status des Autos - zum Beispiel den Tankfüllstand oder den nächsten Wartungstermin - sehen. Sogar das Navigationssystem oder die individuell gewünschte Innenraumtemperatur für jeden einzelnen Sitzplatz lassen sich schon vor der Fahrt per Smartphone einstellen.

Der Online-Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Versuchten Hersteller wie BMW zuerst noch, das Internet einfach 1:1 ins Auto zu übertragen, werden die Inhalte und all die mehr oder weniger sinnvollen Anwendungen nun konzentriert aufbereitet, sind intuitiv bedienbar und lenken nicht mehr so vom Fahren ab. Für einen Internetzugang, der nur im Stand funktioniert, will schließlich niemand Geld ausgeben.

Mit Systemen wie BMW und Mini Connected kann man Onlinedienste wie Twitter, Facebook oder Webradio nutzen. Sogar einen Polizeifunk aus Texas könne man empfangen, freut sich Mini-Chef Kay Segler. Die lokale Google-Suche ist nicht nur im BMW-Konzern mittlerweile weit verbreitet und erweitert die Funktion des Navigationssystems erheblich. Die Suchergebnisse lassen sich mit wenigen Klicks direkt als Zielpunkt festlegen.

Ein weiterer Trend ist, möglichst viel Rechenleistung auszulagern, entweder von der Fahrzeug-Hardware über Steckverbindungen oder drahtlos zu einem mobilen Gerät oder gleich ganz weit weg zu einem zentralen Server.

Mercedes F125

Aus dem Land Autopia