Genfer Autosalon:Audis A1 soll das Umweltimage der Marke aufpolieren

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Was die angekündigten Autopremieren in Genf angeht, schließt sich offensichtlich langsam die Lücke zwischen Erwartung der Öffentlichkeit und neuen Modellen, die man tatsächlich kaufen kann. In den vergangenen Jahren erschöpften sich viele Hersteller mit der Demonstration von grün angestrichenen Studien und vollmundigen Absichtserklärungen. Parallel dazu hatten die präsentierten Serienmodelle meist noch an Gewicht und Leistung kräftig zugelegt.

Beispiel Audi. Mit A5 Cabrio, A4 Allroad und dem bärenstarken TT RS herrschte 2009 keine Spur von grün. In diesem Jahr sieht das anders aus. Zwar feiern in Genf auch der luxuriöse A8 und der RS5 mit 450 PS ihren Einstand. Doch der interessanteste neue Kleinwagen steht ebenfalls auf dem Stand der VW-Tochter. Der A1, ein attraktiv gezeichneter Mini-Konkurrent im Polo-Format, soll nicht nur junge Kunden zur Marke holen, sondern endlich auch das angekratzte Umwelt-Image der Marke aufpolieren - mit klarem Kurs in Richtung Elektromobilität. Konsequenterweise ist in Genf der A1 auch gleich mit E-Antrieb zu sehen. Er soll von 2012 an zu kaufen sein. Mit konventionellem Antrieb steht der Mini aus Ingolstadt bereits im Mai bei den Händlern.

Ein Herz für die Kleinen demonstriert auch Konzernmutter Volkswagen. Neben der neuen Generation des Familienautos Sharan gibt es zwei neue Polo-Varianten zu sehen: der 180 PS starke GTI, der mit einem neuen 1,4-Liter-TSI-Motor mit Benzindirekteinspritzung samt Turbo- und Kompressoraufladung zwar fast 230 km/h schnell sein, aber nur 6,0 Liter Treibstoff auf 100 km verbrennen soll. Der neue CrossPolo, der mit seinem um 1,5 Zentimeter höhergelegten Fahrwerk und dem farblich abgesetzten Unterleib auf rustikal macht (ebenso wie der ebenfalls neue CrossGolf), komplettiert als Vierter im Bunde die Baureihe. Er kann auf ein breites Motorenspektrum zurückgreifen mit einem Leistungsangebot zwischen 70 und 105 PS.

Kleine Hülle, schicke Form, flotte Motoren - das scheint sich als Trend zu verfestigen. Bemerkenswerte Beispiele zeigen die Franzosen. Citroën stellt mit der Hybridstudie HighRider und dem sportlich aufgemotzten, 200 PS wilden Racing gleich zwei Spielarten des auffallend designten Lifestyle-Modells DS3 vor. Renault wiederum wendet sich in diesem Jahr ganz dem Fahren unter freiem Himmel zu. An der Seite der Neuauflage des offenen Mégane mit voll versenkbarem Panoramaglasdach überrascht ein 3,83 Meter kurzer zweisitziger Roadster auf Twingo-Basis namens Wind. Ein "hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis" verspricht der Hersteller, zunächst ohne allerdings Zahlen zu nennen. Von 15.000 Euro wird gemunkelt.

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