Genfer Autosalon 2014:Zwergenaufstand

Der Genfer Autosalon glänzt mit Vans, Kombis und vielen schicken Kleinwagen. Ein paar Sportwagen und Luxuskarossen gibt es auch: Rinspeed zeigt ein Büro auf vier Rädern, das eigenständig fahren kann, und Volvo lässt den Schneewittchensarg wieder aufleben.

Von Thomas Harloff

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Genfer Autosalon 2014:Renault Twingo

Renault Twingo

Quelle: dpa-tmn

Bodenständig und familienfreundlich: Der Genfer Salon glänzt mit Vans, Kombis und vielen schicken Kleinwagen. Zudem laden Sportwagen und Luxuskarossen zum Träumen ein.

Renault wagt beim neuen Twingo die Kombination aus Klassik und Moderne. Das Design ist eine Neuinterpretation der ersten Generation des Kleinwagens, die in den 90er Jahren auch dank ihrer Formensprache zum Bestseller avancierte. Da Twingo Nummer zwei nicht an die Erfolge anknüpfen konnte, ist der Kleinwagen jetzt wieder konsequent niedlich gestaltet. Der Franzose zielt besonders auf eine weibliche Klientel ab, die auch die vielen Individualisierungsmöglichkeiten zu schätzen wissen dürfte. Zudem soll er deutlich praktischer werden, weshalb die Räder für mehr Platz im Innenraum weit in die Ecken gerückt sind. Erstmals ist der Kleinwagen zudem als Fünftürer erhältlich.

Technisch geht der Renault Twingo dank der Kooperation mit Daimler völlig neue Wege. Er nutzt fortan die Plattform des nächsten Smart, weshalb sein Dreizylindermotor nun an der Hinterachse sitzt und die Hinterräder antreibt. Die Markteinführung ist im Herbst geplant, der Basispreis dürfte zwischen 10 000 und 11 000 Euro liegen.

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Genfer Autosalon 2014:Citroen C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo

Citroen C1

Quelle: dpa-tmn

Wie so viele aktuelle Autoknirpse will auch das französisch-japanische Kleinwagentrio Citroen C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo mit vielen möglichen Farbkombinationen, schicken Innenraum-Accessoires und pfiffigen Ausstattungsdetails punkten. Sie verfügen erstmals über ein faltbares Panoramadach und sind als Drei- und Fünftürer zu haben. Mit einer Länge von 3,46 Meter sind die drei Kleinen vier Zentimeter gewachsen, was nicht nur den Platzverhältnissen im Innenraum zu Gute kommen soll. Der 196 Liter große Kofferraum, der mit umgeklappten Rücksitzen auf 780 Liter erweitert werden kann, ist für dieses Segment groß ausgefallen.

Den Technikern ist es gelungen, das Leergewicht je nach Motorisierung und Ausstattung auf 840 bis 900 Kilogramm zu begrenzen. Und wer wenig wiegt, kommt auch mit kleinen Motoren flott voran. Citroen, Peugeot und Toyota bieten für ihre Kleinsten je zwei Dreizylindermotoren an, die entweder 68 oder 82 PS leisten. Marktstart ist im Sommer 2014, die Basisversionen sollen unterhalb der 10 000-Euro-Grenze starten.

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Genfer Autosalon 2014:Opel Adam Rocks

Opel Adam Rocks

Quelle: dpa-tmn

Opel baut die Adam-Reihe mit der neuen Rocks-Variante aus. Der trägt zwar eine Beplankung, die den 3,74-Meter-Winzling robuster wirken lassen soll, und verfügt über ein um 15 Millimeter erhöhtes Fahrwerk, aber der fehlende Allradantrieb schiebt Ausflügen ins Gelände einen Riegel vor. Trotz seines Aussehens wird man den Opel Adam Rocks also vornehmlich in der Stadt oder auf Landstraßen antreffen, wo seine Insassen die Vorzüge des serienmäßigen Faltdaches genießen können.

Außerdem führt Opel eine neue Generation an Dreizylinder-Turbobenzinern ein, die auch in den anderen Adam-Varianten zum Einsatz kommt. Die neuen Motoren sind bis zu 115 PS und 166 Nm stark und mit einem ebenfalls neuen manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Die Produktion des Adam Rocks beginnt im August 2014, die Preise will Opel im Frühsommer bekanntgeben. Im Gespräch ist ein Einstiegspreis von etwa 16 000 Euro.

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Genfer Autosalon 2014:Audi S1

Audi S1 Sportback

Quelle: dpa-tmn

Ein kleiner Spoiler hier, neue Räder dort, dazu noch ein paar Embleme, zusätzliche Auspuffrohre und ein starker Motor, fertig ist der Audi S1. Mit dem legendären Rallyeauto gleichen Namens aus den Achtzigerjahren, mit dem Walter Röhrl der Konkurrenz bei der Rallye Monte Carlo und beim Pikes Peak-Bergrennen keine Chance ließ, hat der Kleinwagen nichts zu tun. Stattdessen verbirgt sich dahinter die Sportversion des A1, deren Zweiliter-Turbobenziner 231 PS leistet. Anders als viele Konkurrenten, die ihre Kraft nur auf die Vorderräder loslassen, verpasst Audi dem S1 einen Allradantrieb, weshalb er die Kraft besser auf die Straße bringen soll. Hinzu kommen ein strafferes Sportfahrwerk, eine neu abgestimmte Servolenkung und das System "Audi Drive Select", mit dem sich das Zusammenspiel zwischen Gaspedal, Schaltung und Dämpfung in mehreren Stufen variieren lässt.

Der Audi S1 kommt im zweiten Quartal 2014 auf den Markt und wird als Dreitürer 29 950 Euro sowie als Fünftürer 30 800 Euro kosten. Allerdings unterscheidet er sich im Innenraum kaum von seinen schwächeren Brüdern. Wer hier farbliche Akzente setzen oder die Ausstattung aufrüsten möchte, muss viel Geld zusätzlich ausgeben.

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Genfer Autosalon 2014:Suzuki Celerio

Suzuki Celerio

Quelle: Suzuki

Das auf das Wesentliche beschränkte Gegenstück zum Audi S1 ist der Suzuki Celerio. Dessen Aufgabe ist klar umrissen: Er soll automobile Grundbedürfnisse befriedigen. Nachdem der kleine Japaner jüngst auf der 12. Auto Expo in Neu Delhi seine Weltpremiere feierte, debütiert in Genf nun die leicht hochwertigere Europaversion. Viel verrät Suzuki über sein 3,60 Meter kurzes "Weltauto" bislang noch nicht, allerdings soll es viel Platz auf kleinstem Raum und sehr niedrige CO2-Werte bieten.

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Genfer Autosalon 2014:BMW 2er Active Tourer

Der BMW 2er Active Tourer

Quelle: www.danielkraus.de; BMW

BMW zeigt in Genf den ersten Van der Firmengeschichte. Doch das ist nicht die einzige Neuerung, die der 2er Active Tourer mitbringt. Er basiert auf einer gemeinsam mit Konzerntochter Mini genutzten Plattform, weshalb die Drei- und Vierzylindermotoren die Vorderräder antreiben. Anfangs stehen zwei Benzinmotoren und ein Dieseltriebwerk zur Wahl, die ein Leistungsspektrum von 136 bis 231 PS abdecken. Weitere Motoren, darunter ein Einstiegsdiesel, und Allradantrieb sollen kurz nach Marktstart im Herbst erhältlich sein.

Im Innenraum präsentiert der 2er Active Tourer viele Van-typische Details. Zum Beispiel die erhöhte Sitzposition, die eine gute Rundumsicht und eine optimale Raumausnutzung gewährleisten soll, viele Ablagemöglichkeiten und Becherhalter, in die auch 1,5-Liter-Flaschen passen. Gegen Aufpreis bietet BMW ein Panoramadach oder eine Heckklappe an, die sich per Gestensteuerung bedienen lässt. Die genauen Preise stehen noch nicht fest, sie werden bei rund 27 000 Euro beginnen.

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Genfer Autosalon 2014:Peugeot 308 SW

Peugeot 308 SW

Quelle: Peugeot

Bereits Ende Mai kommt zu Preisen von etwa 20 000 Euro an der neue Peugeot 308 SW auf den Markt. Mit einer Länge von 4,58 Meter ist er der Kompaktklasse eigentlich entwachsen, bietet aber viel Platz im Innenraum. Mit einem Kofferraumvolumen von 610 bis 1600 Liter liegt der Franzose in seiner Klasse weit vorne.

Die Technik übernimmt der Kombi weitgehend von der 308 Limousine, darunter das minimalistische Bedienkonzept, bei dem fast alle Funktionen über den zentralen Touchscreen gesteuert werden. Daneben führt der 308 SW eine neue Motorengeneration ein, die aus Benziner- und Dieseltriebwerken mit drei und vier Zylindern besteht und eine Leistungsspanne von 110 bis 155 PS abdeckt.

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Genfer Autosalon 2014:Mercedes V-Klasse

Mercedes V-Klasse

Quelle: dpa-tmn

Mit seinen großen Vans, der alten V-Klasse und dem Viano, hatte Mercedes in der Vergangenheit wenig Glück am Markt. Mit der neuen V-Klasse starten die Schwaben jetzt einen weiteren Versuch, im Revier des Platzhirschen VW Multivan zu wildern. Die im spanischen Vitoria gebaute Großraumlimousine bietet Platz für maximal acht Personen und will mit Variabilität, Komfort sowie zahlreichen Assistenzsystemen punkten. Dazu gehört ein Seitenwind-Assistent, der Instabilität automatisch ausgleicht.

Als Motor dient der bekannte 2,1-Liter-Turbodiesel, der in den Leistungsstufen 136, 163 und 190 PS zum Einsatz kommt und gegen Aufpreis mit einer Siebengang-Automatik kombiniert werden kann. Die Preise starten bei 42 900 Euro, die Markteinführung erfolgt Ende Mai.

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Genfer Autosalon 2014:Ford Focus Facelift

Ford Focus Facelift

Quelle: Ford

Neben den Kleinwagen und Familienautos debütieren in Genf auch zahlreiche Facelifts bekannter Modelle. Die wohl umfangreichste Modellpflege präsentiert der Ford Focus. Optisch macht sich die Frischzellenkur durch die neue Front mit üppig dimensioniertem Kühlergrill bemerkbar. Den Innenraum hat Ford ebenfalls überholt. Es gibt deutlich weniger Tasten und Regler als bislang, die verbliebenen Knöpfe will Ford logischer angeordnet haben. Zudem zeigt sich laut Hersteller die Spracheingabe verbessert.

Zusätzlich gönnt Ford dem Focus neue Motoren. Während der Dreizylinder-Benziner mit 100 oder 125 PS im Programm bleibt, ist der 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 oder 180 PS eine Neuentwicklung. Gleiches gilt für den 1,5-Liter-Turbodiesel, der in drei Leistungsstufen - 95, 105 und 120 PS - zur Verfügung steht. Der Top-Diesel mit 150 PS zeigt sich überarbeitet und soll jetzt 13 Prozent weniger Sprit verbrauchen.

Neben dem Fahrwerk, der Lenkung und der Stabilitätskontrolle ESP hat Ford auch die meist aufpreispflichtigen elektronischen Fahrassistenzsysteme modernisiert. Preislich soll sich nicht viel ändern. Aktuell liegt der Einstiegspreis bei 16 450 Euro. Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant.

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Genfer Autosalon 2014:VW Golf GTE

Der neue VW Golf GTE.

Quelle: Volkswagen AG

Der VW Golf soll immer sparsamer und sauberer werden. Deshalb zeigt Volkswagen auf dem Genfer Autosalon die erste Hybridversion seines Bestsellers. Der Golf GTE wird sowohl von einem 1,4-Liter-Turbobenziner als auch einem Elektromotor angetrieben. Die Lithium-Ionen-Batterie kann extern aufgeladen werden. Die Reichweite, die der Hybrid-Golf rein elektrisch zurücklegen kann, soll laut Hersteller bei 50 Kilometern liegen. VW verspricht einen Normverbrauch von 1,5 Litern, was optimistisch anmutet.

Mit einer Systemleistung von 204 PS ist der GTE nicht weit von seinem sportlichen Bruder GTI entfernt. Auch die Fahrleistungen verheißen einen dynamischen Kompaktwagen. Von 0 auf 100 km/h soll es in 7,6 Sekunden gehen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 km/h. Beim Innenraumdesign sucht der Hybride ebenfalls die Nähe zum sportlichen Bruder, präsentiert dessen Karomuster auf den Sitzen und ein unten abgeflachtes Lenkrad. Marktstart ist im Herbst 2014, die Preise sollen bei rund 36 000 Euro beginnen.

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Genfer Autosalon 2014:VW Polo Facelift

VW Polo Facelift

Quelle: dpa-tmn

Fünf Jahre hat es gedauert, bis Volkswagen dem Polo endlich eine Frischzellenkur gönnte. Das Ergebnis unterscheidet sich optisch kaum vom Vorgänger, bringt aber verbesserte Assistenzsysteme mit. Darunter ein optionales adaptives Fahrwerk, bei dem eine komfortable und eine sportliche Abstimmung gewählt werden kann. Hinzu kommen ein Müdigkeitswarner, das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion, die automatische Distanzregelung ACC und eine Rückfahrkamera. Neu ist auch die Multikollisionsbremse, die nach einem Zusammenstoß ein automatisches Abbremsen einleitet, um Folgeunfälle zu vermeiden.

Die Motorenpalette hat VW überarbeitet und um neue Dreizylinder-Triebwerke ergänzt. Die Motoren erfüllendie Euro-6-Abgasnorm und sollen bis zu 21 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Zudem sollen ein Start-Stopp- sowie das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem helfen, sorgsam mit Treibstoff umzugehen. Der Basispreis bleibt mit 12 450 Euro konstant, die Markteinführung in Deutschland ist im Laufe des Frühjahrs geplant.

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Genfer Autosalon 2014:BMW X3 Facelift

BMW X3 Facelift

Quelle: obs

BMW hat dem X3 eine Modellpflege angedeihen lassen, die ihm ein Frontdesign ähnlich dem des größeren Bruders X5 bringt. Das Facelift bringt außerdem neue Ausstattungslinien mit sich. Während die "xLine" eher luxuriöse Details beinhaltet, schlüpft das SUV mit dem M-Sportpaket in den Trainingsanzug. Den Vierzylinder-Dieselmotoren spendiert BMW etwas mehr Leistung und zügelt gleichzeitig deren Durst. Alle anderen Triebwerke sollen "nur" sparsamer geworden sein.

Auf Seite der Assistenzsysteme gibt es ebenfalls Neuerungen. Neben dem automatischen Notrufsystem "eCall" halten ein Parkassistent, der eigenständig seitwärts in Parklücken rangieren kann, ein Fernlichtassistent sowie der "Driving Assistant Plus" mit Spurverlassenswarner, präventivem Fußgängerschutz und Geschwindigkeitsregelung mit selbständiger Stop-and-Go-Funktion Einzug. BMW lässt sich die Auffrischung allerdings teuer bezahlen. Das Basismodell sDrive18d kostet nun 37 200 statt 36 600 Euro. Die meisten anderen Varianten sind sogar 1000 Euro teurer geworden.

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Genfer Autosalon 2014:VW Scirocco Facelift

VW Scirocco Facelift

Quelle: Volkswagen AG

Auch der VW Scirocco stellt sich in Genf in einer modernisierten Variante vor. Äußerlich drückt sich die Modellpflege subtil aus: Eine neue Frontpartie mit kantiger gestalteten Scheinwerfern, ein anders gestyltes Heck sowie neue Farben und Räder müssen reichen, um sich vom Vorgänger anzuheben. Im Innenraum fallen die geänderten Instrumente, die Zusatzinstrumente für Ladedruck, Stoppuhr und Motoröltemperatur sowie das neue Armaturenbrett auf.

Zudem weitet VW das Leistungsspektrum der Scirocco-Motorenpalette. Neu ist der 125 PS starke Basisbenziner, ein 1,4-Liter-Vierzylinderturbo. Darüber rangieren drei weitere aufgeladene Benzinmotoren mit 180, 220 und 280 PS. Letzterer verrichtet im Topmodell Scirocco R seinen Dienst. Hinzu kommen zwei Dieselvarianten mit 150 und 184 PS. Der aufgefrischte VW Scirocco rollt im August zu den Händlern, die Preise sind noch nicht bekannt.

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Genfer Autosalon 2014:Audi TT

Diese Designskizze zeigt den Audi TT.

Quelle: Audi

Man kann ihn mögen oder auch nicht, aber fraglos ist der Audi TT auf dem besten Weg, zu einer automobilen Designikone zu werden. Deshalb ging die Ingolstädter Designabteilung bei der Gestaltung der dritten TT-Generation sehr behutsam vor. Vorne gibt es einen aggressiveren Look mit eckigem Kühlergrill, schmalen Scheinwerfern und einem vom Grill auf die Motorhaube gewanderten Markenlogo. In der Seitenansicht fällt der Knick in der Seitenscheibe auf, während das Heck das gewohnte Styling präsentiert.

Besonders spannend ist das virtuelle Cockpit, das der neue TT als erstes Modell des VW-Konzerns bekommt. Das verzichtet auf einen Monitor in der Mittelkonsole und zeigt alle Informationen auf einem Display hinter dem Lenkrad an. Hier kann der Fahrer wählen, ob er sich Drehzahlmesser und Tacho prominent anzeigen lassen möchte oder doch lieber die Navigationshinweise oder Informationen zur gerade gespielten Musik in den Fokus stellt.

Technisch nähert sich der neue Audi TT vielen anderen Modellen des Konzerns an, denn er vertraut nun auf den modularen Querbaukasten, auf dem künftig mehr als 40 Autos basieren werden. Unter der Haube kommen die bekannten Vier- und Fünfzylindermotoren zum Einsatz, die Leistungsspanne reicht von rund 180 bis 380 PS. Die Preise beginnen bei knapp 35 000 Euro, Markteinführung im Herbst.

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Genfer Autosalon 2014:Mercedes S-Klasse Coupé

Mercedes S-Klasse Coupé

Quelle: Daimler AG

Wenn es um das schönste Auto des Genfer Autosalons geht, ist das Mercedes S-Klasse Coupé einer der großen Titelfavoriten. Im Vergleich zur letztjährigen IAA-Studie geht der Oberklasse-Zweitürer in der zweiten Jahreshälfte 2014 optisch fast unverändert an den Start. Gegenüber dem Viertürer ist das Coupé jedoch deutlich dynamischer gezeichnet. Ähnliches gilt im Innenraum. Hier wirkt der Neuling moderner als die normale S-Klasse.

Beim Griff in den Mercedes-Motorenpool nimmt sich das S-Klasse Coupé nur die stärksten Triebwerke heraus. Anfangs gibt es nur den 455 PS starken Biturbo-V8 des S 500, doch die anderen bis zu 630 PS starken V8- und V12-Aggregate wird Mercedes eilig nachschieben. Hinzu kommen alle Hightech-Fahrassistenzsysteme der S-Klasse, die Mercedes beim Coupé um die Kurvenneigefunktion ergänzt. Wie ein Motorrad- oder Skifahrer legt sich das Auto in einem Winkel von bis zu 2,5 Grad in die Kurve und reduziert so die Querbeschleunigung, was einen Fortschritt in Sachen Fahrdynamik und Komfort bringen soll.

So viel Luxus, Kraft und Technologie hat ihren Preis. Das Vergnügen startet oberhalb der 120 000-Euro-Grenze.

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Genfer Autosalon 2014:Ferrari California T

Ferrari California T

Quelle: Ferrari

Immer weniger Autohersteller leisten sich den Luxus, auf Saugmotoren zu setzen. Turboaufladung ist das Gebot der Stunde, dem nun sogar Ferrari folgt. Der California T wird fortan von einem 3,9-Liter-V8-Turbomotor angetrieben, der 560 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 755 Nm bei 4.750 Umdrehungen liefert. Den Fahrleistungen tut die Neuerung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit einem 0-auf-100-km/h-Wert von 3,6 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h ist der Neuling in beiden Disziplinen besser als der Vorgänger.

Ansonsten behält der Ferrari California T viel Bekanntes bei, darunter das feste Klappdach, das sich auf Tastendruck in 14 Sekunden zusammenfaltet und das Coupé in ein Cabrio verwandelt. Darüber hinaus betreiben die Italiener technischen Feinschliff, der sich in einem optimierten Fahrwerk, einer neuen Lenkung, geänderten Assistenzsystemen und einem neuen Infotainmentsystem äußert. Die Preise kommuniziert Ferrari erst auf der Messe, sie dürften bei knapp 200 000 Euro starten. Verkaufsstart ist im Frühjahr.

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Genfer Autosalon 2014:McLaren 650S

McLaren 650S

Quelle: dpa-tmn

McLaren stellt auf dem Genfer Autosalon die nächste Modellvariante seines 12C-Supersportwagens vor. Der 650S soll dessen ohnehin schon großes fahrdynamisches Talent nochmals steigern und den Piloten mehr involvieren als es das im Modellprogramm verbleibende Basismodell vermag. Zudem zeigt sich der 3,8-Liter-Doppelturbo-V8 um 25 auf nun 650 PS erstarkt.

Die optischen Änderungen fallen dezent aus. Hier schärft die britische Sportwagenschmiede lediglich nach und übernimmt einzelne Details des 916-PS-Sportwagens McLaren P1. Die Markteinführung des 650S, den es als Coupé und offenen Spider geben wird, erfolgt schon im Frühjahr 2014. Der Grundpreis liegt bei rund 235 000 Euro.

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Genfer Autosalon 2014:BMW 4er Gran Coupé

BMW 4er Gran Coupé

Quelle: obs

Das Gran Coupé komplettiert die neue BMW-4er-Baureihe und soll die Rolle des schönen Gegenstücks zum eher pummeligen 3er Gran Turismo spielen. Das Platzangebot leidet - zumindest auf dem Papier - kaum unter dem schicken Design. Laut BMW ist das 4er Gran Coupé ein "4+1-Sitzer". Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 480 und 1.300 Liter. Zum Vergleich: Der 3er GT bietet 520 und 1.600 Liter.

Der fünftürige 4er greift auf die bekannte Motorenpalette zurück. Die besteht aus vier Vierzylinder-Triebwerken in je zwei Benzin- und Dieselvarianten. Hinzu kommt der 435i mit 306 PS starkem Sechszylinder-Turbomotor. Ein Sechszylinder-Diesel soll folgen, ebenso weitere Allradvarianten neben den bereits zum Marktstart im Juni verfügbaren Modellen 420d und 428i xDrive. Die Preise starten bei 35.750 Euro für den 184 PS starken BMW 420i. Der 435i mit Achtgang-Automatik kostet mindestens 49.950 Euro.

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Genfer Autosalon 2014:VW T-Roc

VW T-Roc

Quelle: Volkswagen AG

Kurz vor Messestart lüftet VW das Geheimnis um seine Genf-Studie und zeigt Designskizzen des T-Roc. Das Konzeptauto nutzt wie viele andere Modelle des Volkswagen-Konzerns den modularen Querbaukasten, auf dem auch der nächste Polo basieren wird. Insofern nimmt er einige Designelemente des neuen Kleinwagens vorweg und gibt die Richtung für ein Polo-SUV vor, das von der nächsten Generation an erstmals geben wird. Das wird dann aber konventionell als Fünftürer kommen.

Die Technik unter dem Blech ist schon sehr seriennah. Als Antriebsquelle fungiert ein Zweiliter-Turbodiesel mit 184 PS und maximal 380 Nm, der seine Kraft an alle vier Räder abgibt. In normalen Fahrsituationen ist der T-Roc als Fronttriebler unterwegs, doch wenn das System mit Haldex-Kupplung zu viel Schlupf an den Vorderrädern erkennt, verteilt es bis zu 50 Prozent der Antriebskraft nach hinten. Der Allradantrieb erlaubt zudem die drei unterschiedlichen Fahrmodi "Street", "Offroad" und "Snow". Im Innenraum kommen volldigitale Instrumente sowie eine digitale Klimasteuerung zum Einsatz, der Infotainment-Monitor kann herausgenommen und als mobiles Tablet genutzt werden.

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Genfer Autosalon 2014:Rinspeed XchangE

Rinspeed XchangE

Quelle: Rinspeed

Der Schweizer Vordenker Frank Rinderknecht nutzt abermals das Heimspiel in Genf, um seine Vision der automobilen Zukunft vorzustellen. Diesmal dient ein Tesla Model S als Basis, allerdings kann die elektrisch angetriebene Limousine nun autonom fahren. Der eigentliche Clou am Rinspeed XchangE ist jedoch, dass die Insassen die durch das selbstfahrende Auto gewonnene Zeit sinnvoll nutzen können. Die Sitze lassen sich zurückklappen und sogar drehen. "Parkt" man das Lenkrad in der Fahrzeugmitte, ergibt sich ein kleiner Konferenzraum, der mit allerlei Hightech ausgestattet und komplett vernetzt ist. Man informiert sich, lässt sich vom Auto unterhalten oder kann arbeiten. Die Businessklasse hat es ins Auto geschafft, als Chauffeur dient das Auto selbst.

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Genfer Autosalon 2014:Skoda Vision C

Skoda VisionC

Quelle: Skoda

Deutlich näher an der Serie als der Rinspeed ist der Skoda VisionC, der konzernintern dem VW CC Konkurrenz machen könnte. Je nach Sichtweise ist die Konzeptstudie ein dynamisch gezeichneter Fünftürer oder ein fünftüriges Coupé. Wie so viele Neuheiten aus dem Volkswagenkonzern nutzt auch der Skoda VisionC den modularen Querbaukasten, diesmal in Verbindung mit einem 1,4-Liter-Turbomotor, der sowohl mit Benzin als auch mit Erdgas angetrieben werden kann. Man darf gespannt sein, ob die Konzernführung ein emotionaleres Skoda-Modell zulässt und der Fünftürer tatsächlich in Produktion geht.

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Genfer Autosalon 2014:Volvo Concept Estate

Volvo Concept Estate

Quelle: dpa-tmn

Davon darf man beim Volvo Concept Estate ausgehen, auch wenn die Serienversion eines Volvo V90 Kombis deutlich konventioneller gezeichnet sein wird als diese Genf-Studie. Die erinnert als Dreitürer eklatant an den Volvo P1800 ES, der als "Schneewittchensarg" zur Autolegende wurde. Wie VW setzen auch die Schweden auf einen anpassungsfähigen Baukasten, den schon die früheren Studien Concept Coupé und Concept XC Coupé nutzten und auf der auch der neue XC90 basieren wird, der am Jahresende auf den Markt kommt.

Im Innenraum sorgt der Volvo Concept Estate nicht nur durch die bei Showcars üblichen, besonders hochwertigen Materialien für Aufsehen. Es ist eher das für Volvo radikal neue Bedienkonzept, dass die altbekannte Knöpfchenlandschaft durch einen Tablet-artigen Touchscreen ersetzt. Damit soll sich der Schwede intuitiver bedienen lassen als die aktuellen Volvo-Modelle, die in dieser Hinsicht der Konkurrenz hinterherhinken.

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Genfer Autosalon 2014:Hyundai Intrado Concept

Hyundai Intrado Concept

Quelle: dpa

Das Interessanteste an dieser Hyundai-Konzeptstudie ist ihr Antrieb. Die Koreaner sind Pioniere in der Entwicklung von Brennstoffzellen. Der Intrado nutzt den Antrieb des bereits erhältlichen ix35 Fuel Cell, der mit Wasserstoff betankt wird, dessen Energie die Brennstoffzelle umwandelt und einer nun leistungsfähigeren Batterie speichert. Er dient dem Elektromotor als Energiequelle.

Von außen klar als Crossover zu erkennen, gibt sich der Intrado im Innenraum betont minimalistisch. Dem Team um Chefdesigner Peter Schreyer war wichtig, die Technik der Studie zu visualisieren. Deshalb geben Türen, Motorhaube und Kofferraumklappe im geöffneten Zustand den Blick auf den Carbon-Rahmen frei. Auch durch die Lüftungsdüsen ist das Leichtbau-Kohlefaser-Material zu erkennen.

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Genfer Autosalon 2014:Mazda Hazumi

Scheinwerfer des Mazda Hazumi

Quelle: Mazda

Konkrete Informationen zur Konzeptstudie Hazumi geben die Japaner erst auf dem Genfer Autosalon bekannt. Bisher weiß man nur, dass sie einen Ausblick auf den neuen Mazda 2 gibt, die aktuelle Designsprache fortführt und der Name so viel wie "Aufspringen" bedeutet. Doch eins steht fest: Die jüngsten Mazda-Neuheiten, die allesamt überzeugen konnten, legen die Messlatte für den neuen Kleinen sehr hoch.

Einen Bericht zum Genfer Autosalon lesen Sie im Mobilen Leben in der Süddeutschen Zeitung, die am Samstag, den 1. März 2014, erscheint.

© SZ.de/hart/rus
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