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Gebrauchtwagenkauf:Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Wer vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag ganz genau hinschaut, hat hinterher mehr Spaß. Worauf man bei einer Probefahrt achten sollte.

Es geht um etliche tausend Euro - und um viel Ärger, den man sparen kann. Denn derjenige, der vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag ganz genau hinschaut, hat hinterher mehr Spaß mit seinem Gebrauchtwagen.

Im Stand alle Tasten und Funktionen in Ruhe durchprobieren, das Gebläse auf höchste Stufe stellen: Scheppert es, riecht die Luft muffig? Ein Blick verdienen auch die Gurte, abgewetzte Kanten oder Risse sollten nicht zu finden sein.

Bei der Probefahrt sitzt der Interessent selbst am Steuer, die Strecke sollte lang genug sein und Kurven, Steigungen, ein schlechtes Straßenstück, Landstraße und Autobahn bieten. Radio und Gebläse sollten ausgeschaltet sein, um Geräusche nicht zu überhören.

So deutet deutliches Knacken bei langsamer Fahrt und voll eingeschlagener Lenkung auf defekte Antriebswellen oder Radlager hin. Bei niedrigem Tempo auf einer leeren Nebenstraße lässt sich durch eine Vollbremsung testen, ob die Bremsen gleichmäßig ziehen; Schleifgeräusche oder leises Wummern deuten auf defekte Bremsscheiben hin.

Der ausführlichen Probefahrt folgt der gründliche Blick auf das Auto. Sind im Bereich der Fenstergummis oder an Reifen Lackspuren zu sehen oder frischer Unterbodenschutz im Radkasten, können das Hinweise darauf sein, dass das Auto für den Verkauf aufgehübscht wurde. An den Kotflügelkanten auf Spuren von Rost achten; Türen und Hauben im Gegenlicht darauf prüfen, ob sie Wellen oder Farbschatten aufweisen - das lässt auf reparierte Unfallstellen schließen. Scheinwerfergläser müssen in Ordnung und dicht sein.