bedeckt München

Gebrauchte der Woche (10):Luxus aus zweiter Hand

Audi A8, BMW Siebener und Mercedes S-Klasse locken mit günstigen Preise, aber das dicke Ende kommt nach dem Kauf.

6 Bilder

Gebrauchte (10): Audi A8

Quelle: SZ

1 / 6

Audi A8, BMW Siebener und Mercedes S-Klasse locken mit günstigen Preise, aber das dicke Ende kommt nach dem Kauf.

Während sich die Einstiegsversionen des Audi A8 nach fünf Jahren noch bei einem durchschnittlichen Restwert von 30 Prozent halten, ist der Zwölfzylinder bereits unter 25 Prozent gelandet.

Gebrauchte (10): Audi A8

Quelle: SZ

2 / 6

Der A8 verlangt Aufmerksamkeit, obwohl er mit hoher Verarbeitungsqualität und ausgezeichneter Fahrdynamik glänzt.

So ist die Aluminiumkarosserie zwar immun gegen Rost, fordert aber bei Reparaturen ihren finanziellen Tribut. Besonders bei jüngeren Fahrzeugen bemängeln die GTU-Prüfer u.a. überdurchschnittlich oft verschlissene Bremsen und defekte Abgasanlagen, jenseits der fünf Jahre fallen vor allem Ölundichtigkeiten an Motor und Antrieb sowie ausgeschlagene Spurstangenköpfe auf.

Der Innenraum: Holz und Leder, überdurchschnittlich gut verarbeitet

Gebrauchte (10): Mercedes S-Klasse

Quelle: SZ

3 / 6

Auch bei der Mercedes S-Klasseist die Lage aus Käufersicht erfreulich: Während der Diesel sich bei knapp 30 Prozent Restwert behauptet, sind die Benziner nach fünf Jahren bei nur noch 25 Prozent angelangt.

Gebrauchte (10): Mercedes S-Klasse

Quelle: SZ

4 / 6

Die Prüfer der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) stellten bei der Mercedes S-Klasse als häufigsten Mangel Bremsenverschleiß in Form von abgefahrenen Belägen und eingelaufenen Scheiben fest. Dahinter folgen ausgeschlagene Radlager und andere schadhafte Fahrwerkskomponenten sowie vor allem bei älteren Modellen Ölundichtigkeiten am Motor.

Ansonsten aber bietet die S-Klasse den Prüfern vergleichsweise wenig Grund zur Klage.

Gebrauchte (10): BMW 7er

Quelle: SZ

5 / 6

Beim BMW 7er stellt sich die Situation auch bei den kleineren Motoren anders dar: Ein 730i des Jahrgangs 2004 kostet beim Händler knapp mehr als 15.000 Euro - bei einem Neupreis von einst 61.500 Euro also weniger als ein Viertel.

Gebrauchte (10): BMW 7er

Quelle: SZ

6 / 6

Probleme, die teuer werden können, finden sich auch beim BMW Siebener, weshalb ein Gebrauchter vor dem Kauf grundsätzlich auf die Hebebühne und gründlich geprüft gehört. Ausgeschlagene Lager, verschlissene Spurstangenköpfe und poröse Gummilager gehören praktisch zum Alltag bei der Hauptuntersuchung, wie die Protokolle der GTÜ zeigen. Auch ungleichmäßig abgenutzte Bremsen können den Spaß an der Neuerwerbung schnell dämpfen.

Ansonsten bietet der luxuriöse BMW viel Fahrspaß - vorausgesetzt, man toleriert das komplizierte iDrive und ebenso die umständliche Sitzverstellung.

Alle Fotos: oh

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema