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Fortwo und Forfour im Fahrbericht:Smarter denn je

Der neue Smart Forfour

Den neuen Smart gibt es wieder mit je zwei Türen und Sitzen und - wie im Bild zu sehen - als Forfour.

(Foto: JWO)

Daimler will mit der Marke Smart endlich Geld verdienen. Deshalb bietet der Konzern den Kleinstwagen wieder als Viersitzer an und ändert das Konzept. Mit Erfolg, denn aus dem Verzicht- wird ein trendiges Fahrspaßauto.

Platz ist in der kleinsten Lücke. Das gilt nicht nur fürs Parken in überfüllten Städten, sondern auch für Marktnischen: Mercedes-Ingenieure planten Anfang der Siebzigerjahre den ersten 2,50-Meter-Däumling. Nach wackeligen Lauflernversuchen wurden 1,6 Millionen Smart seit 1998 verkauft - zu wenig, um wirklich Geld zu verdienen.

Wie macht man eine rollende Telefonzelle zum Erfolgsmodell? Toyota hat den knapp drei Meter langen iQ 2014 wieder vom europäischen Markt genommen, weil das Stadtauto zu teuer war. Auch Smart stand schon öfter auf dem Prüfstand. Gerettet haben ihn strenge CO₂-Vorgaben: Die Kleinwagen senken den Mercedes-Flottenwert um 4,0 g/km.

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Profitabel im Doppelpack

Es könnte mehr sein, wenn verstopfte Großstädte ihre Verkehrsprobleme mit vielen, vielen bunten Smarties lösen würden. Denn der Smart Electric Drive der zweiten Generation wird weiter verkauft. Doch in den meisten Metropolen sind Elektro-Umweltzonen tabu und die Kämmerer denken gar nicht daran, ihre kostbaren Parkplätze (mit denen sie viel Geld verdienen) zu halbieren, um sie für kleine Cityflitzer zu reservieren.

Das Ende des Kindchenschemas

Jetzt rollt die dritte Generation des Stadtflohs für mindestens 10 895 Euro (Benziner 52 kW/71 PS) zu den Händlern: Mit einer eigenen App für Parkplatztipps in der Smart-Community und einem farbigem TFT-Display über der Mittelkonsole (ab Ausstattungslinie Passion für 1390 Euro extra). So viel Connectivity war nie in einem 2,69 Meter kurzen Auto.

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Auch sonst ist der Fortwo smarter denn je. War die zweite Generation im Dienste des Insassenschutzes knapp 20 Zentimeter länger geworden, wächst der Neue aus demselben Grund zehn Zentimeter in die Breite: Mit 1,66 Meter von Tür zu Tür hält der Kleinstwagen jetzt einem verschärften Seitenaufprall im EuroNCAP-Crashtest stand. Die neue Stupsnase ist dagegen dem Fußgängerschutz geschuldet und erinnert an die Front des Toyota iQ. Smart spricht von einem "maskulineren Aussehen", was man auch als Ende des Kindchenschemas beschreiben kann. Das Nachwuchsauto zeigt sich in jedem Fall ausgereifter denn je - erst recht als neuer Forfour.