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Ford Ranger:Taffer Bursche

Einer für alle: Ford hat den neuen Ranger als Welt-Pick-up entworfen. Das Truck-Feeling hat Ford dem Ranger allerdings gründlich ausgetrieben.

Sie sind männlich, zwischen 35 und 54 Jahre alt und würden sich als "Jäger und Sammler" bezeichnen? Dann passen Sie genau in Fords Marketing-Beuteschema für den neuen Ranger. Der Pick-up soll den Spagat schaffen zwischen robustem Lastesel und Freizeitfahrzeug mit Pkw-Komfort.

Ford Ranger

Truck-Feeling war einmal

Das bekommt er auch ganz gut hin, zumindest was den Innenraum betrifft. In der 5,35 Meter langen Doppelkabinen-Version (Double Cab) sitzen selbst lange Lulatsche bequem im Fond, Knie- und Kopffreiheit sind im Übermaß vorhanden. Im ganzen Innenraum sind zahlreiche Ablagen und Staufächer verteilt. Das Handschuhfach ist so groß, dass ein durchschnittlicher Laptop hinein passt.

Der Pilot hat dank der hohen Sitzposition die perfekte Übersicht über den Verkehr. Je nach Ausstattung hat der Ranger Navigationssystem, USB-Buchse, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie eine Rückfahrkamera an Bord, deren Bild im Innenspiegel angezeigt wird.

Das Fahrverhalten erinnert ebenfalls mehr an einen Pkw als an ein Nutzfahrzeug: Der Ranger wankt kaum in Kurven, lenkt und schaltet sich kinderleicht und bietet selbst bei Tempo 150 noch eine annehmbare Geräuschkulisse. ESP ist serienmäßig an Bord. Der Fahrkomfort ist auch auf schlechten Straßen hoch, die Passagiere werden kaum durchgerüttelt.

Trotzdem bleibt der Ranger mit Starrachse und Blattfedern ein echtes Lastentier, schließlich soll er auf europäischen Straßen genau so funktionieren wie auf den Buckelpisten von Afrika und Südamerika. Der Ranger kann maximal 1265 Kilogramm transportieren und bis zu 3350 Kilo als Anhängelast an den Haken nehmen. Das Ladevolumen beträgt 1,21 Kubikmeter.

Auch optisch lässt der Ranger das Nutztier heraushängen. Man habe zu Beginn der Entwicklung viel Marktforschung betrieben, sagt Ranger-Chefdesigner Craig Metros. "Sobald wir den Leuten ein etwas softeres, mehr Pkw-ähnliches Design zeigten, war ihnen das Auto nicht mehr tough genug", sagt Metros. So kam der Ranger zu seiner bulligen Front mit den extrabreiten Querstreben am Grill und dem aggressiven Augenaufschlag.

Weil Ford den besten Pick-up seiner Klasse auf die Räder stellen wollte, haben sich die Entwickler vom Einfallsreichtum der Marktführer inspirieren lassen. Der Ranger ist bei den europäischen Käufern bislang nämlich bei weitem nicht so beliebt wie Toyota Hilux oder Nissan Navara. Deshalb gibt es beim Ford viele Details wie praktische Staufächer unter den umklappbaren Rücksitzpolstern oder Befestigungsmöglichkeiten für Werkzeuge hinter der Rückbank.

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