Ford Ecosport:Für Fiesta-Fahrer, die sich ein SUV wünschen

In Südamerika ist der Ford Ecosport bereits seit Jahren ein Erfolgsmodell. Die zweite Generation des kleinen Crossovers kommt nun 2014 auch nach Europa. Doch die Ausstattung ist für den hiesigen Markt unzureichend und ausgerechnet ein wichtiges SUV-Feature fehlt.

Von Stefan Grundhoff

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Ford Ecosport

Quelle: Ford

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In Südamerika ist der Ford Ecosport bereits seit Jahren ein Erfolgsmodell. Die zweite Generation des kleinen Crossovers kommt nun 2014 auch nach Europa. Doch die Ausstattung ist für den hiesigen Markt unzureichend und ausgerechnet ein wichtiges SUV-Feature fehlt.

SUVs verkaufen sich in Deutschland prächtig. Vor allem kleine und mittlere Modelle sind beliebt. Auch Ford hat schon lange eins im Programm - allerdings nicht in Deutschland. Jahrelang kämpfte Ford Europa intern darum, dass das kleine SUV namens Ecosport auch für Kunden in Europa erhältlich ist.

Ford Ecosport

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2014 nun erscheint der Wagen in Europa und soll Modellen wie dem Opel Mokka, Renault Captur oder dem Mini Countryman Konkurrenz machen.

Das Äußere gibt sich mit bulligen Schürzen robust und gipfelt in einer Hecktür mit gut sichtbarem Ersatzreifen wie bei einem echten Geländewagen.

Ford Ecosport, Ford

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Doch der Ford Ecosport ist ein Blender. Denn Allradantrieb gibt es zwar in Südamerika, aber nicht in Europa. Frühestens zur Modellpflege in drei Jahren könnte die Allradversion auch in Europa kommen. Die Maßnahme ist umso unverständlicher, da sich andere Hersteller wie Renault oder Peugeot darüber ärgern, dass ihre Plattformen keinen Allrad-Antrieb ermöglichen. Konkurrenten wie Mini Countryman, Chevrolet Trax oder Opel Mokka laufen prächtig - nicht zuletzt der Allradoption.

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So ist der 4,01 Meter lange Ecosport eine Art Fiesta Kombi für Kunden, die gerne ein SUV hätten. Das Platzangebot ist durch 2,52 Meter Radstand für vier Personen allemal ausreichend.

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Der Laderaum ist mit einem Volumen von 333 Litern zu klein, lässt sich über die niedrige Ladekante aber wenigstens einfach und schnell be- oder entladen. Wer die Rückbank umklappt, kann bis zu 1238 Liter nutzen.

Ford Ecosport

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Beim Innenraum ist offensichtlich, dass der Ford Ecosport ursprünglich nicht für den europäischen Markt entwickelt wurde. Das Armaturenbrett ist eine grau-schwarze Plastikwüste mit mäßiger Verarbeitung. Die ebenso lieblose wie überfrachtete Mittelkonsole mit viel zu kleinen Displays und einer klassenübergreifend konkurrenzlosen Schalterwüste ist schon länger ein Ärgernis bei Ford-Modellen.

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Beim im indischen Werk Chengalpattu bei Chennan produzierten Ecosport stehen zwei Benziner (112 und 125 PS) und ein Diesel (90 PS) zur Auswahl. Interessant für den deutschen wie europäischen Markt ist vor allem der große Benziner (im Bild). Der bekannte Dreizylinder mit einem Liter Hubraum leistet 125 PS und ein maximales Drehmoment von 170 Newtonmeter zwischen 1400 und 4500 Kurbelwellenumdrehungen.

Ein Leisetreter ist der Dreizylinder mit Turboaufladung nicht, doch sein leicht brummiger Klang stört weit weniger als die lediglich fünf Gänge, die einem das manuelle Getriebe offenbart. Ab Tempo 120 wird es auf der Autobahn laut.

Ford Ecosport

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Die schmale Motorenpalette überrascht ebenso wie der fehlende Allradantrieb, die beiden Benziner liegen mit 112 und 125 PS Leistung viel zu nah beieinander. Der leistungsstärkere Dreizylinder-Ecoboost bietet bessere Fahrleistungen, mit 5,3 Litern einen deutlich geringeren Verbrauch und einen kaum nennenswerten Mehrpreis von 1000 Euro.

Ford Ecosport

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Immerhin ist die 112-PS-Variante des Ecosport 1.5 auch mit einer sechsstufigen Getriebeautomatik erhältlich. Sonst finden sich keine Argumente gegen den Ecoboost-Motor, der den 1350 Kilogramm schweren Pseudo-Kraxler bis zu 180 km/h schnell macht und ihn in 12,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt.

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Die Preisliste beginnt bei 19.200 Euro für den nur in der Top-Ausstattungsvariante Titanium erhältlichen Ford Ecosport 1.5. Das Angebot an Extras ist dünn. Am 350 Euro teuren Komfortpaket mit Tempomat, abblendbarem Innenspiegel und Regen-Licht-Sensor führt kaum ein Weg vorbei. Für 355 Euro gibt es die ebenfalls empfehlenswerte Einparkhilfe. Assistenzsysteme? Fehlanzeige. Ebenso wie ein Navigationssystem.

© Süddeutsche.de/pi/goro/reek/bavo
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