Flug ins All:Mit dem Flugzeug in den Weltraum

Die Reise ist kurz, aber teuer: 200.000 Euro sollen Touristen für drei Minuten in der Schwerelosigkeit zahlen. Dafür ist die Aussicht spektakulär.

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Die Reise ist kurz, aber teuer: 200.000 Euro sollen Touristen für drei Minuten in der Schwerelosigkeit zahlen. Dafür ist die Aussicht spektakulär. Von 2012 an will der Großkonzern EADS Privatpersonen in den Weltraum befördern.

Der Weltraumtourist schwebt drei Minuten lang in einem schwerelosen Zustand und genießt aus einer Höhe von mehr als 100 Kilometern den spektakulären Blick auf den Planeten Erde. Dann beginnt der Sinkflug, die Strahltriebwerke werden wieder gezündet und das Raumschiff landet wie ein Flugzeug auf einem Flughafen.

Kosten für dieses Ticket in die Schwerelosigkeit: 150.000 bis 200.000 Euro.

So sieht der Ausflug in einem revolutionären Raumfahrzeug aus, mit dem Europas führender Raumfahrtkonzern Astrium möglicherweise schon von 2012 an reichen Fluggästen einen besonderen Nervenkitzel bieten will.

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Das einstufige Raumfahrzeug für Parabelflüge ist so groß wie ein Flugzeug für Geschäftsreisende und kann nach Angaben der EADS-Tochter Astrium vier Fluggäste auf die Höhe von 100 Kilometern bringen. Der Weltraumjet, der von 2008 an entwickelt werden soll, hebt ...

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... von einem normalen Flughafen ab.

Die Raketentriebwerke werden in zwölf Kilometern Höhe gezündet, so dass das Raumfahrzeug in nur 80 Sekunden bis auf 60 Kilometer Höhe steigt. Dann wird der Antrieb abgeschaltet und die Trägheit hebt das Raumschiff für Touristen in Schwerelosigkeit auf die gewünschte Höhe.

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Oberhalb von Flugzeugen und unterhalb von Satelliten spielt sich das Weltraumabenteuer ab. Mit zunächst 5000 bis 7000 möglichen Kunden wird gerechnet.

Das Raumfahrzeug könnte ein Vorreiter für schnelle Transporte zwischen zwei weit entfernten Punkten auf der Erde sein oder ...

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... neue Möglichkeiten für den raschen Zugang zum Weltraum bieten.

Bis zum Jahresende solle die Finanzierung von einigen hundert Millionen Euro für das Projekt gesichert sein, sagte Astrium-Chef François Auque, dann soll der Bau des Raumfahrtzeugs beginnen.

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"Wir rechnen mit 20.000 Weltraumtouristen im Jahr 2020. Wir wollen ein Drittel davon bedienen. Wir glauben an den Markt", sagte Auque. Es gebe eine tiefe Sehnsucht, das All zu erobern.

In Paris stellte Astrium, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, bereits ein Modell der Kabine vor. Sie ist mit Sitzen ausgestattet, die ...

Astrium EADS Vorsitzender François Auque, Foto: AP

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... sich selbst ausbalancieren, um den Beschleunigungs- und Verzögerungseffekt zu minimieren.

Der Konzern nimmt damit den Konkurrenzkampf zur US-Firma Spaceship auf, die ...

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... an einem Nachfolger für das legendäre SpaceShipOne arbeitet. Dies war das erste rein privat finanzierte Raumfahrzeug, das 2004 schon zwei Mal den Weltraum erreicht hat.

Es ist ein Experimentalflugzeug mit Raketenantrieb, dass allerdings nicht selbst starten kann. Die Amerikaner wollen in naher Zukunft suborbitale Flüge für weniger als 100.000 Euro anbieten. Auch der Brite Richard Branson arbeitet mit seiner Firma Virgin Galactic an einem kommerziellen Weltraumtourismusprojekt.

Noch ist die russische Raumfahrtbehörde Monopolist in Sachen Weltraumtourismus. Sie bietet ...

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Die SpaceShipOne nach ihrem ersten Flug ins All. Foto: AFP

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... Flüge in ihrer Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS an. Bereits fünf zahlungskräftige Gäste haben das Angebot wahrgenommen. Zuletzt war der amerikanische Softwareentwickler Charles Simonyi im April in den Genuss gekommen.

Er zahlte für seine Reise umgerechnet 19 Millionen Euro.

(sueddeutsche.de/dpa/AP)

Die Weltraumstation ISS. Foto: AFP

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