Fliegende Autos Freier Flug für freie Bürger

Schon wieder ein Stau? Fliegen Sie doch einfach darüber hinweg! Der PAL-V ist Auto und Fluggerät in einem. Was sich im ersten Moment wie eine verrückte Idee anhört, könnte bald Realität sein.

Von Von Sebastian Viehmann

"Straßen? Wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen!" sagt Doc Emmett Brown in der letzten Szene des Kultstreifens "Zurück in die Zukunft". Er startet seinen zur Zeitmaschine umgebauten De Lorean, die Räder klappen nach innen, und der Sportwagen schwebt mit einem Affenzahn davon.

Schon immer hat der Traum vom fliegenden Auto Hollywood beflügelt. In Filmen wie "Blade Runner", "Das Fünfte Element" oder "Star Wars" sind die Städte zu solch gigantischen Megacitys ausgewuchert, dass man dem Verkehrskollaps nur noch fliegend entkommen kann.

Nicht höher als 1200 Meter

Niederländische Entwickler wollen die hochfliegenden Träume nun auf den Boden der Tatsachen holen. Der PAL-V soll bald für jedermann verfügbar sein. Die Abkürzung steht für "Personal Air/Land Vehicle". Im Gegensatz zu Hollywoods schwebenden Wunderautos, deren Technik selten hinreichend erklärt wird, ist das Funktionsprinzip des PAL-V fast schon bodenständig.

Auf der Straße rollt das zweisitzige Dreirad wie ein normales Fahrzeug, bis zu 200 km/h schnell. Mit ein paar Handgriffen wird der Fahrer zum Piloten: Zwei große Rotorblätter klappen aus, und der PAL-V erhebt sich in die Lüfte - 200 km/h schnell und nicht höher als 1200 Meter. Denn der Luftraum über 1500 Metern ist für Linienflugzeuge reserviert.

"Bald wird es privates Fliegen nicht nur exklusiv für Geschäftsleute und Prominente geben", schwärmt Robert Dingemanse, einer der PAL-V-Väter: "Falls Staus und Straßenabsperrungen ein Ziel blockieren - fliegen. Falls das Wetter schlecht ist - fahren."