Fiat Grande Punto Abarth Der Skorpion ist zurück

Fiat hat eines der legendärsten Automobil-Label wiederbelebt: Die Tuningmarke "Abarth". Auf dem Genfer Automobilsalon präsentieren die Italiener einen großen Punto mit Extrapower.

Von Susanne Kilimann

"Abarth" - in den 50er und 60er Jahren stand der Name für Rekorde. Der legendäre Tuner verhalf Fiat-Modellen zu Top-Leistungen. Und die automobile Welt staunte. Jetzt hat Fiat das Tuninglabel wieder aufleben lassen und zeigt auf dem Genfer Automobilsalon den Grand Punto Abarth.

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Fiat Grande Punto Abarth

Das Auto basiert auf dem 70 kW (95 PS) starken Fiat Grande Punto 1.4 16V - besticht jedoch dank Aufladung per Garrett-IHI-Turbo mit einer imposanten Leistung von 110 kW (150 PS). Wird der Abarth mit SuperPlus-Kraftstoff (98 Oktan) betankt, steigt die Leistung gar auf 114 kW (155 PS).

Bereits bei 2.000/min liegt das maximale Drehmoment von 206 Newtonmetern an. Im Sport-Modus legt er sogar noch weiter zu - bis auf 230 Newtonmeter bei 3.000/min.

Kotflügelverbreiterung, souverän dimensionierte Bremsen von Brembo und 17-Zoll-Leichtmetallräder - damit macht Abarth-Version des Grande Punto auch optisch auf sich aufmerksam. Das Fahrwerk haben die Abarth-Tuner selbstverständlich tiefer gelegt. Die Markteinführung des Grande Punto Abarth ist für September geplant.

Eine noch kraftvollere Version steht aber auch schon in den Startlöchern. Sie liefert nach Herstellerangaben satte 132 kW/180 PS. Damit ist die Abarth-Topversion fast doppelt so stark wie die bisherige Spitzenvariante der Grande Punto Familie.

Die Tuningmarke Abarth sorgte unter anderem 1958 mit dem berühmten Fiat 500 Abarth (mit 26 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 118 km/h) für Aufsehen in der internationalen Automobilszene.

Heute mag man über solche Werte schmunzeln - vor knapp 50 Jahren erreichte die 13 PS starke Serienversion jedoch nur 85 km/h. Modellen wie etwa dem Fiat 850 entlockte Abarth später Geschwindigkeiten weit jenseits der 200 km/h.

Unter der Leitung von Luca De Meo wird sich Abarth als neue Geschäftseinheit im Fiat-Konzern künftig der Entwicklung dynamischen Hochleistungsmodelle widmen - wie es einst Carlo Abarth, der Gründer des Tuninglabels vorgemacht hat.

Unter dem Namen von Carlo Abarth feiert Fiat auch ein Comeback auf den internationalen Renn- und Rallyepisten. In der Debütsaison 2006 holten sich die Fiat-Piloten mit ihrem rund 270 PS starken Fiat Grande Punto Abarth S2000 den Titel bei der italienischen Rallye-Meisterschaft.