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Fahrradlampen im Test:Batterie oder Dynamo?

Fahradfahrer ohne Licht unterwegs

Ein Radfahrer bei einsetzender Dunkelheit: unterwegs mit einem Nabendynamo

(Foto: dpa)

Fahrradbeleuchtung mit Akkubetrieb ist praktisch - und seit einiger Zeit legal. Aber auch das herkömmliche Licht mit Dynamo hat seine Vorteile. Die Stiftung Warentest hat nun beide Systeme miteinander verglichen.

"Es gibt keinen Grund, von einer Akku- oder Batterielichtanlage abzuraten," schreibt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Vergleich von Dynamo- und Batterieleuchten am Fahrrad. Gute Nachrichten für Freunde der Lampen mit Akkupower. Noch besser: Seit August sind sie auch legal im Straßenverkehr zugelassen. Im Test erfüllten alle Lichter die Helligkeitsanforderungen, die die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vorschreibt.

Die neun getesteten Scheinwerfer und drei Rückleuchten bekamen größtenteils gute Noten. Dabei haben die Vorderlichter schon von 30 Euro an eine mindestens befriedigende Qualität. Die Preise für die roten Rücklichter liegen bei zehn bis 35 Euro. Mehr als die Hälfte der insgesamt 23 Lichter erhielt die Note "gut".

Dynamos haben ihre Vorteile

Auch die getesteten Dynamo-Lichter schnitten überwiegend gut ab. Bei Stadt- und Tourenrädern sind Dynamos laut Stiftung Warentest sogar immer noch erste Wahl. Außerdem lässt sich der produzierte Strom auch für andere Dinge nutzen. Ein Gerät verfügt beispielsweise über einen USB-Ausgang, mit dem sich während der Fahrt beispielsweise ein Handy oder ein Navigationsgerät laden lässt.

Akkus haben einige Vorteile: Denn nicht bei allen Dynamoleuchten scheinen die Lampen auch dann, wenn das Fahrrad steht - zum Beispiel an einer dunklen Kreuzung. Außerdem fällt laut Stiftung Warentest die für Störungen anfällige Verkabelung weg.

Batterien können schnell schlappmachen

Strahlend helle Scheinwerfer bringen zwar Licht in jede dunkle Straße, können im Batteriebetrieb aber schnell schlappmachen. Bei Leuchten mit Akku oder Batterie sollten Käufer deshalb darauf achten, dass die Helligkeit einstellbar ist, so die Stiftung Warentest. Durch das Herunterregeln steigt die Betriebsdauer deutlich an - bei einigen Modellen um mehr als das Vierfache auf bis zu 47 Stunden beim Testsieger.

Batterien sind nach Ansicht der Tester vor allem für Rücklichter empfehlenswert. Die Lampen ziehen wenig Strom, und die Batterien regenerieren sich zwischendurch. So halten sie in der Praxis oft wochenlang. Irgendwann aber ist der Energiespeicher leer, muss neu geladen oder ausgetauscht werden. Wer indes Dynamoscheinwerfer nutzt, braucht laut "test" keine Frischzellen. Sie sind zuverlässig, wartungsarm und immer betriebsbereit.

Bei der Entscheidung zwischen Akku und Batterie gilt generell: Je öfter man fährt, desto lohnender ist es, die aufladbare Variante zu nutzen. Bei längerer Zeit ohne Anschalten entladen sich Akkus schneller als Batterien.

© Süddeutsche.de/AFP/dpa
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