bedeckt München 14°

Verkehrspolitik:Im Sattel bleiben

Fahrradweg

Der Bundesverband Zukunft Fahrrad will mit einer neuen Kampagne die Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, öfter mal das Fahrrad oder das Pedelec zu benutzen. (Symbolbild)

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

In der Corona-Krise haben viele das Fahrrad für sich als Verkehrsmittel entdeckt. Eine neue Kampagne will nun dafür sorgen, dass der Trend anhält. Und sie verfolgt noch weitere Ziele.

Von Marco Völklein

Wie lassen sich mehr Menschen aufs Rad bringen? Mit einer neuen Kampagne versucht der Bundesverband Zukunft Fahrrad, kurz: BVZF, die Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, öfter mal das Fahrrad oder das Pedelec zu benutzen. Am Montag startete der Verband seine Kampagne #BleibinBewegung. Unterstützt wird der BVZF dabei von der Stadt Hamburg und vom Werbeunternehmen Ströer, das unter anderem Plakatwände in vielen Städten unterhält.

Mit der Corona-Pandemie haben bereits viele Menschen aufs Rad gesetzt; mit seiner Kampagne will der Verband nun erreichen, dass dieser Umstieg auch langfristig erfolgt. Mit mehreren Motiven sollen die #BleibinBewegung-Plakate, -Videos und Social-Media-Posts beispielsweise daran erinnern, dass man beim Radfahren gesund bleibt. Oder auch daran, Teil einer Bewegung zu sein. "Wer radelt, setzt ein Zeichen für autarke Mobilität, für klimafreundlichen Verkehr, für Gesundheit, für zukunftsfähige Infrastruktur und lebenswerte Städte", sagt die BVZF-Vizevorsitzende Dorothee Heine. Die Pandemie habe viele Menschen dazu gebracht, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken. "Unsere Kampagne will dazu ermutigen, weiterhin im Sattel zu bleiben."

Viele Fahrradwerkstätten suchen dringend Mechaniker - mit diesem Motiv wollen die Kampagnenmacher Fachkräfte anwerben.

(Foto: BVZF)

Ein weiterer Aspekt ist der Transport von Menschen und Gütern. So zeigt ein Plakatmotiv ein schwer bepacktes Lastenrad samt Anhänger. Ein anderes Motiv soll außerdem mögliche Fachkräfte ansprechen und zu einem Wechsel in die Branche bewegen - so suchen zum Beispiel viele Fahrradhändler und Betreiber von Fahrradwerkstätten händeringend nach Mechanikerinnen und Mechanikern, um die große Nachfrage nach Werkstattdienstleistungen abdecken zu können. Insbesondere zum Saisonstart im Frühjahr machen Radfahrerinnen und Radfahrer immer wieder die Erfahrung, dass viele Werkstätten komplett überlastet sind. Lange Wartezeiten auf einen Termin sind die Folge.

Die Freude an der Bewegung soll im Vordergrund stehen.

(Foto: BVZF)
© SZ/mvö
Zur SZ-Startseite
Dieter Reiter eröffnet erste Pop-up-Bike-Lane in der Elisenstraße in München, 22.06.2020 *** Dieter Reiter opens first

SZ PlusRadwege
:Wem gehört die Straße?

Plötzlich Platz fürs Fahrrad: In der Corona-Krise schaffen viele Städte neue Fahrradstreifen - erst mal provisorisch. Doch was sie bringen, ist umstritten.

Von Ramona Dinauer

Lesen Sie mehr zum Thema