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Fahrrad-Beleuchtung:Bitte nicht blenden

Pflicht zum Licht: Das müssen Radler zur Beleuchtung wissen

Im Herbst und Winter besonders wichtig: Eine gute Beleuchtung am Rad.

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Wie Fahrradfahrer in der dunklen Jahreszeit den Scheinwerfer am Rad richtig einstellen.

Früher waren Radfahrer in der Dunkelheit eher schlecht zu erkennen. Ein schwacher Scheinwerfer vorne, ein funzeliges Licht am Heck, dazu Reflektoren in den Speichen und an den Pedalen - das war's. Doch mittlerweile haben die Hersteller aufgerüstet, viele Radfahrer sind mit weit leuchtenden Scheinwerfern unterwegs und somit schon von Weiten gut zu erkennen.

Immer öfter allerdings stellen Entgegenkommende fest, dass die modernen Lichter sie blenden. Dem Radfahrer selbst fällt das in der Regel kaum auf, warnt der bayerische Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Doch ist der Scheinwerfer zu hoch eingestellt, gefährdet er damit andere.

Wichtig ist die Hell-Dunkel-Grenze

Wer einen der neuen LED-Scheinwerfer vorne am Fahrrad hat, sollte sich für die richtige Einstellung an der sogenannten Hell-Dunkel-Grenze orientieren. Der Lichtkegel unterteilt sich nämlich in einen unteren hellen und einen oberen dunkleren Bereich. Ist diese Grenze auf der geraden Strecke vor dem Fahrrad klar zu erkennen, ist das Licht gut eingestellt, so die ADFC-Experten. Befindet sich der helle Teil dagegen auch über der Fahrbahn, muss der Scheinwerfer nach unten nachjustiert werden.

Generell blenden die modernen LED-Lichter laut ADFC allerdings immer ein wenig. Entgegenkommende sollten dann nicht direkt ins Licht blicken, sondern ihren Blick etwas daneben auf den rechten Fahrbahnrand richten.

Für ältere Räder gilt die Fünf-Meter-Faustregel

Hat man noch ein älteres Licht am Rad und möchte dieses korrekt einstellen, greift eine alte Faustregel: Dazu wird das Fahrrad etwa fünf Meter entfernt vor einer Wand aufgestellt. An dieser Wand wird die vorher abgemessene Höhe des Scheinwerfers markiert. Muss für den Test das Vorderrad bewegt werden, damit der Dynamo Strom liefert, wird dieses ganz leicht angehoben, um es drehen zu können.

Nun wird geschaut, wo sich der Lichtkegel auf der Wand befindet: Liegt die obere Kante des Lichtkegels unterhalb der Markierung, "dann ist alles in Ordnung", heißt es beim ADFC Bayern. Ist die Oberkante dagegen über der Markierung, wird der Gegenverkehr geblendet. Auch hier muss dann der Scheinwerfer entsprechend nachjustiert werden.

© SZ/dpa
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