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Fahrbericht: Volvo XC70 D5:Ausflug ins Grüne

Skandinavien hat prachtvolle Wälder, Seen und Berge. Bevor man sie mit Wanderstiefeln in Angriff nehmen kann, tut man gut daran auf 4x4-Technik zu setzen - ideales Terrain also für den neuen Allradkombi von Volvo.

Von Stefan Grundhoff

Kein Volvo ist typischer als der V70. Kein anderes Auto kommt einem ähnlich stark in den Sinn, wenn man an Skandinavien, Elche und blauen Seen denkt. Wenn schon ein neuer V70, dann ist selbstverständlich auch sein Bruder XC70 nicht fern - kreiert für alle diejenigen, denen ein V70 zu langweilig und ein echtes SUV zu mächtig ist.

Volvo XC70 D5

Der neue Cross-Country ist auch in der zweiten Generation kein echter Geländewagen und n Nichts fürs harte Leben in den Bergen - er ist aber allemal tough genug, um dorthin zu kommen.

(Foto: Foto: Hersteller)

Der neue Cross-Country ist auch in der zweiten Generation, die im Herbst kommt, genauso wenig ein Geländewagen wie der alte XC70 oder der große XC90. Doch er bietet Allradantrieb, rustikale Planken und eine mit rund 20 Zentimetern allemal nennenswerte Bodenfreiheit. Nichts fürs harte Leben in den Bergen - aber allemal genug, um dorthin zu kommen.

Das robust-rustikale Outfit erfreut sich bei immer mehr Kunden großer Beliebtheit. Und so lange man noch auf den neuen XC60 als kleinen Bruder des XC90 warten muss, kommt vielen der V70-Ableger gerade recht. Außer dem Audi A6 Allroad oder dem kleineren Skoda Octavia Scout gibt es nicht viel Konkurrenz - gerade wenn die Motorleistung klassentypisch etwas üppiger sein soll.

Kein echter Geländewagen, aber er kommt schon ziemlich weit

Das ab September auf dem Markt zu findende gemischte Doppel Volvo V70/XC70 muss mit den schon bekannten Triebwerken auskommen. Hier schmerzt besonders, dass der Diesel trotz eines kraftvollen Antritts in der Oberklasse hinterherfährt - die meisten setzen da seit langem auf kraftvolle Common-Rail-Sechszylinder. Volvo muss nach wie vor mit seinem D5-Fünfzylinder mit 2,4 Litern Hubraum auskommen. 400 Nm maximales Drehmoment bei 2000 U/min und 132 kW/185 PS wären ja gute Werte für einen Einstiegsdiesel - wenn da nur ein größeres Selbstzündermodell verfügbar wäre. Besonders das laute Geräuschniveau des bullig hochdrehenden Fünfzylinders passt nur mit Abstrichen in die heutige, von Hightech geprägte Diesellandschaft.

Volvo lässt die Wahl zwischen manuellem Getriebe oder einer Automatik, beides mit sechs Stufen - und beides passt, wenngleich die Automatik den stimmigeren Eindruck macht. Von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h sind für ein Fahrzeug dieser Liga jedoch bescheidene Werte.

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