Fahrbericht: Seat Altea XL:Gier nach Platz

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Wir haben den 2.0 TDI mit 140 PS und dem Sechsgang-Doppelkupplungs-Getriebe (DSG) getestet. Während die knackigen Seat-Schaltgetriebe stets für Fahrvergnügen sorgen, kann die etwas träge Automatik nicht immer mithalten. Der 140-PS-Diesel ist zudem ein ziemlich rauer und lauter Geselle und bringt den 1,5 Tonnen schweren XL in unteren Drehzahlbereichen nur gemächlich auf Touren. Dafür stimmt der Verbrauch, der im Durchschnitt bei sechs Litern liegt. Unser Testwagen genehmigte sich mit zwei Personen und Gepäck laut Bordcomputer zwar gut einen Liter mehr, musste aber auch einige steile Gebirgspässe erklimmen.

Behände und billig

Angenehm straff ist die Fahrwerksabstimmung des Altea XL. Freilich erreicht er nicht die tolle Kurvenlage des ganz auf Sport getrimmten Altea FR. Aber mit der direkten Lenkung lässt er sich besser durch die Kurven steuern als so mancher weich abgestimmte Franzosen-Van. ESP und Traktionskontrolle sind serienmäßig an Bord. Zur Sicherheits-Ausstattung gehören außerdem sechs Airbags; Seitenairbags hinten sind gegen Aufpreis erhältlich.

Wenn der Altea in Sachen Platz auch nicht in der ersten Liga spielt, so ist der Einstiegspreis doch sehr verlockend. Das Basismodell mit 1,6-Liter-Benziner und "Reference"-Ausstattung gibt es ab 17.990 Euro, den günstigsten Diesel mit 105 PS ab 20.490 Euro. Damit bewegt sich Seat schon fast im Bereich des Sparpreis-Raumwunders Skoda Roomster oder des neuen Kia Carens. Der Altea XL 2.0 TDI mit 140 PS und DSG-Automatik kostet in der "Stylance"-Ausstattung 26.350 Euro.

Den Renault Grand Scénic mit 2.0 dCi und Automatikgetriebe gibt es erst ab 28.000 Euro. Für einen VW Touran Trendline mit 140 Diesel-PS und DSG-Getriebe muss man schon 28.235 Euro auf den Tisch legen und bekommt dafür eine deutlich kargere Ausstattung.

Für "fahraktive" Naturen bietet Seat für den Altea XL das Paket "Sport-Up" mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sportfahrwerk und Sportsitzen an. In der "Stylance"-Ausstattung hat der XL unter anderem die Dachreling, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Fensterheber rundum, MP3-Radio, Lordosestütze sowie Licht- und Regensensor an Bord. Optional stehen zum Beispiel Sitzheizung, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Einparkhilfe, Glasschiebedach und ein Navigationssystem mit Farbbildschirm zur Verfügung.

Günstiger kommt man mit einer Anschlussvorbereitung für ein externes Navigationssystem der Firma TomTom weg. Seat wird dazu voraussichtlich den TomTom 710 als Zubehör anbieten. Nur ein großes Panoramadach wie beim Skoda Roomster oder Renault Scénic hält Seat für den XL nicht bereit.

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