Fahrbericht: Nissan Micra 160 SR Mit Nachdruck

Die Erwartungen sind hoch. Schließlich lässt der Name Micra "160 SR" einiges vermuten: einen scharfen Kurvenflitzer, bretthart und mit satten 160 PS. Doch nein, Überraschung: 160 SR ja, Power-Rennzwerg nein.

Von Von Stefan Grundhoff

Der sportlichste Nissan Micra ist alles andere als eine Sportsemmel, die man zum Athletenfrühstück verdrückt. 160 SR steht nicht für 160 PS, sondern für den 1,6-Liter-Motor. Der ist zugegeben neu und kein schlechter, leistet aber "nur" 110 PS.

Freundlicher Ausblick: Micra-Heckleuchte

(Foto: Foto: pressinform)

Das ist zwar alles andere als wenig für einen Kleinwagen wie den Micra - doch die geweckten Erwartungen waren halt einfach größer...

Auch was das Outfit betrifft. So verzichtet die leichte Sportversion nun unter anderem auf ein passendes Trainingsdress: Der Micra sieht auch als 160 R knuffig und nett aus wie immer. Aggressivität bringen nicht einmal die grauen Alufelgen ins Spiel.

Gut, aber nicht "Top"

Dabei ist der 1,6 Liter große Vierzylinder mit 81 kW / 110 PS real alles andere als eine Enttäuschung. Bislang war das Vollaluminium-Aggregat nur in den Asienmodellen Note und Tiida zu haben. Beim Micra markiert er von sofort an die Spitze des Eisbergs und sorgt für Fahrleistungen, die gut, aber nicht "Top" sind.

Der Spurt von null auf 100 km/h in 9,8 Sekunden ist eine Spur zu unspektakulär, um wirklich Eindruck zu schinden. 153 Nm Maximaldrehmoment und 183 km/h Spitze sind ebenfalls nicht die Welt. Schließlich ist man auch mit dem 1,4 Liter großen Standardmodell mit 88 seinen Pferden schon gut unterwegs.

So wird sich die Klientel eines Micra 160 SR wohl im Rahmen halten. Sportlern ist er zu schlapp - und alle anderen sind mit den drei weiteren Motorvarianten zwischen 65 und 88 PS auch schon gut unterwegs.

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Nissan Micra 160 SR: Mit Nachdruck