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Facelift BMW X3:Bekannter Neuling

Der neue BMW X3

Der aufgefrischte BMW X3 debütiert auf dem Genfer Autosalon.

(Foto: dpa-tmn)

BMW verpasst dem X3 ein Facelift, das subtile Änderungen mit sich bringt. Wer genau hinschaut, entdeckt ein in vielen Details modernisiertes Auto, das aber unverhältnismäßig teuer geworden ist.

Der aufgefrischte BMW X3 feiert auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März) seine Publikumspremiere, doch die Unterschiede zum Vorgänger fallen eher subtil aus. Auffälligste Neuerung ist der Doppelnieren-Kühlergrill, der nun ähnlich wie beim größeren X5 stämmiger im Fahrtwind steht und direkt an die neuen Scheinwerfer grenzt, die jetzt wahlweise mit LED-Technik arbeiten. Darüberhinaus verabreicht BMW seinem Mittelklasse-SUV lediglich Designretuschen in homöopathischen Dosen. Die leicht veränderten Stoßfänger vorne und hinten, anders gestaltete Außenspiegel, neue Felgendesigns und zusätzliche Lackfarben dürften höchstens Kennern auffallen.

Weitere Neuerungen im Innenraum: Die Becherhalter verstecken sich nun unter einer verschiebbaren Abdeckung, und es gibt neue Interieurleisten und Polstervarianten. Darüber hinaus stehen neue Ausstattungslinien zur Verfügung: Während der "xLine"-Trim die Rolle der Abendrobe für den BMW X3 spielt, ist das M-Sportpaket eher der Trainingsanzug. Allerdings einer, der hier und da ein wenig spannt, denn mit einem Leergewicht von - je nach Motorisierung, Antriebsart und Getriebeoption - 1.660 bis 1.935 Kilogramm ist das SUV auch nach der Modellpflege etwas übergewichtig.

Auch im Innenraum des BMW X3 liegen die Veränderungen im Detail.

(Foto: BMW)

Kleine Änderungen, großer Preissprung

Doch das vorsichtige Vorgehen der Münchner hat einen guten Grund, denn ihre Kunden lieben den X3 so, wie er ist. BMW hat inzwischen mehr als eine Million Exemplare verkauft, wobei die aktuell erhältliche zweite Generation nahtlos an den Erfolg der von 2003 bis 2010 gebauten ersten Serie anknüpfen konnte. Bevor man die Kunden verschreckt, hält man sich also lieber zurück.

Es sei denn, es geht um die Preisgestaltung, denn hier langt BMW ordentlich zu und zieht die Preise beim Modellwechsel ordentlich an. Die Einstiegsvariante sDrive18d kostet nun 37.200 statt 36.600 Euro, das Volumenmodell xDrive20d ist mit einem Grundpreis von 41.100 Euro 1000 Euro teurer als bisher. Im gleichen Rahmen bewegen sich die Teuerungsraten bei den Sechszylinder-Topmodellen xDrive35i und xDrive35d, die jetzt 54.200 bzw. 56.300 Euro kosten.

Der neue BMW X3.

Der neue BMW X3 kommt mit sparsameren Motoren. Nur die Vierzylinder-Diesel haben mehr Leistung.

(Foto: obs)

Diesel mit mehr Leistung und weniger Verbrauch

Wenigstens gibt es für das Geld etwas mehr Leistung, wenn auch nur bei ausgewählten Motoren. BMW spendiert dem X3 überarbeitete Vierzylinder-Diesel, die dank der auf bis zu 2000 bar gesteigerten Einspritzdrücke bessere Daten liefern. Der Zweiliter-Basis-Selbstzünder sDrive18d mit Hinterradantrieb leistet nun 150 statt 143 PS, das maximale Drehmoment von 360 Nm bleibt gleich. Die Leistung des Allradlers xDrive20d, ebenfalls ein Vierzylinder-Turbodiesel mit zwei Litern Hubraum, steigt von 184 auf 190 PS. Das maximale Drehmoment klettert von 380 auf 400 Nm.

Trotz besserer Fahrleistungen - mit einem Wert von 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist der neue xDrive20d vier Zehntelsekunden schneller als der alte - sinkt der Verbrauch. Laut BMW soll der Selbstzünder im Schnitt nur 5,2 Liter verbrauchen - eine Verbesserung um 0,4 Liter. Kaum messbar ist dagegen der Fortschritt beim Einstiegs-Diesel, der mit manuellem Getriebe 5,0 statt 5,1 Liter verbrauchen soll. Doch wie immer gilt: Die Werksangaben sind mit Vorsicht zu genießen, nur federleichte Gasfüße werden diese Werte im Alltag auch tatsächlich realisieren.