Exklusiver Rolls-Royce-Shuttle Für die Gäste nur das Beste

Ein chinesischer Hotelier hat eine ganze Flotte dieser knallrot lackierten Rolls-Royce Phantom bestellt.

(Foto: Rolls-Royce Motor Cars)

Im Phantom vom Privatjet in die 130.000-Dollar-Suite: Ein Chinese kauft eine Flotte Rolls-Royce-Limousinen für sein Luxushotel. Es ist die größte Bestellung in der Geschichte der noblen Automarke.

Von Björn Finke, London

Klar, ein gutes Hotel braucht einen Shuttle-Service. Die vornehmen Gäste wollen vom Flughafen abgeholt oder mal abends in den Konzertsaal gebracht werden. Dachte sich Stephen Hung und orderte 30 Limousinen. Aber nicht irgendwelche, sondern 30 extra lange maßgeschneiderte Rolls-Royce Phantom. Dafür zahlte der Hongkonger Hotel-Unternehmer 20 Millionen Dollar - es ist die größte Einzelbestellung in der Geschichte des britischen Traditionsherstellers. Hung und Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös unterzeichneten jetzt die Verträge.

Zwei der Wagen kosten wegen ihrer üppigen Sonderausstattung sogar jeweils eine Million Dollar, was sie zu den teuersten jemals bestellten Rolls-Royce-Modellen macht. Zu der Sonderausstattung gehört, dass die Autos innen wie außen teilweise vergoldet sind. Klingt alles sehr extravagant, passt aber zu Hung und seinem Hotelprojekt. Der Chinese ist Sohn reicher Immobilienunternehmer und soll dem Vernehmen nach schon zu seiner Zeit als Praktikant bei der Citibank mit einem Rolls-Royce zur Arbeit gefahren sein.

Rolls Royce Diskret und immer zuvorkommend
Rolls-Royce-Trainingslager

Diskret und immer zuvorkommend

Es ist ein Privileg, einen Rolls-Royce zu fahren. Doch eine Kunst ist es, das Luxusmobil angemessen zu bewegen. Deshalb bietet die Nobelmarke Chauffeurtrainings an, bei denen auf jede Kleinigkeit geachtet wird. Mit Autofahren haben aber die wenigsten zu tun.

Außen rot, innen schwarz

Inzwischen ist der 55-Jährige selbst ganz groß im Immobiliengeschäft unterwegs, und das Hotel, für das er nun die 30 Luxuskarossen orderte, soll die Krönung seines bisherigen Schaffens sein. In zwei Jahren soll der Hotel- und Kasinokomplex namens Louis XIII im chinesischen Macao eröffnen, und es wird eine der luxuriösesten Herbergen der Welt. Die Penthouse-Suite soll 130 000 Dollar pro Nacht kosten, inklusive Frühstück und vermutlich einiger anderer Annehmlichkeiten. Wer so viel für eine Nacht hinblättert, kann schließlich auch erwarten, dass ihn ein goldbeschlagener sechs Meter langer Phantom vom Privatjet abholt.

Die BMW-Tochter Rolls-Royce wird die 30 Limousinen 2016 liefern. Außen werden sie knallrot sein, innen dominiert schwarzes Leder, wobei das Design Muster der Hotellobby aufgreifen wird. In die Kopfstützen wird der Name des Hotels gestickt. Die Uhren in den Wagen fertigt der Juwelier Graff. Damit beim Einparken kein Malheur passiert, berät Rolls-Royce den Hotel-Unternehmer beim Planen der Zufahrten und Garagen. Und die Chauffeure werden ein Training bei dem 1906 gegründeten Auto-Hersteller absolvieren. Wäre doch schade, wenn am Ende Kratzer den knallroten Lack verunstalteten.