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E-Scooter-Test:Spaßig, aber nicht billig

E-Scooter sind zwar rund ums Festgelände tabu, werden aber dennoch während des Oktoberfests auch in München rege genutzt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Seit einigen Monaten können E-Scooter in den deutschen Städten angemietet werden. Die Stiftung Warentest hat die vier größten Anbieter nun einem ersten Schnelltest unterzogen.

Elektrische Tretroller, auch E-Scooter genannt, lassen sich bereits in über 20 Städten mieten. Das ist zwar in der Regel unkompliziert für die Entleiher. Hohe Kosten und schlechter Komfort abseits ebener Straßen trüben aber den Fahrspaß, so das Fazit eines Schnelltests der Stiftung Warentest. Geprüft wurden dabei die Anbieter Circ, Lime, Tier und Voi. Zur Entsperrgebühr von einem Euro addieren sich bei allen noch je nach Stadt "saftige Minutenpreise" zwischen 15 und 25 Cent pro Minute. Bei einem Vergleich für eine lange und kurze Strecke in Berlin waren so unter anderem nicht nur der öffentliche Nahverkehr sondern teilweise auch Autos aus dem Carsharing günstiger. Am günstigsten waren Leihräder.

Solange die Scooter auf ebenen Flächen rollen, machen alle Spaß, wenngleich die Tester die Fahrzeuge insgesamt als recht wackelig empfanden. Besonders einhändiges Fahren beim Abbiegen mit Handzeichen haben sie als zu wackelig und gefährlich beurteilt. Auch beim Bremsen werden einige Modelle "instabil". Am besten fährt nach Ansicht der Tester der Roller von Tier. Auch dessen Lenkstange sei für größere Fahrer nicht zu niedrig. Unebenheiten wie Kanten oder Bordsteine mögen aber alle Roller nicht und rütteln die Fahrer durch. Auch, weil die Räder meist sehr klein sind.

Die zwischen 19 und 21 Kilogramm schweren Roller lassen sich zudem nur mühevoll auf Bürgersteige heben. Das war im Test zuweilen nötig, etwa wenn Tester die Fahrt auf holprigen Kopfsteinpflaster wegen "Sicherheitsbedenken" abbrachen. Alle Apps zum Finden, Entleihen und Zurückgeben der Roller seien insgesamt einfach zu installieren und zu gebrauchen, so die Tester. Doch alle Anbieter sammeln mehr Daten als für den Betrieb nötig: So übermitteln sie unter anderem einen Satz von Gerätedaten, mit dem das Handy des Nutzers identifiziert werden kann. Das halten die Warentester für überflüssig. Denn zur Identifizierung fragen die Firmen schon Handynummer oder E-Mail-Adresse ab.

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