Elektroautos von Renault Elektrisches Fahren weckt kaum Berührungsängste

Renault will zwar langfristig mit dem Systemspezialisten Better Place den Tausch der Akkus auf breiter Front vorantreiben, doch diese Lösung hat den Nachteil, dass Batterietyp, Einbaulage und der Zugriff von unten einen Grad der Vereinheitlichung bedingen, den andere Hersteller nicht ohne weiteres übernehmen werden. Keine Frage: Die Attraktivität des Tankens an der Steckdose steht und fällt mit der Infrastruktur - und die steckt bei uns noch in den Kinderschuhen.

Renault Zoe Preview

Chicer Stromer

Das elektrische Fahren an sich weckt dagegen kaum Berührungsängste. Das beweist der zur Aufnahme des Batteriepacks um 130 Millimeter verlängerte Fluence ebenso wie der flüsterleise Kangoo Z.E. Man steckt den Zündschlüssel ins Schloss, dreht auf Start, wartet auf das grüne GO-Signal, zieht den Wählhebel in D - los geht's.

In der Limousine ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 22 kWh eingebaut. Sie treibt einen vergleichsweise winzigen E-Motor an, der zwischen 3000 und 8900 Umdrehungen 95 PS mobilisiert.

Das maximale Drehmoment von 226 Newtonmeter steht schon ab 400 U/min zur Verfügung. Wer die Effizienz-Anzeige ignoriert und Vollgas gibt, kann in 13,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und 135 km/h schnell fahren.

Beides ist jedoch nicht im Sinne des Erfinders, der eher den Teillastbereich favorisiert, wo sanftes Gleiten und nachdrückliches Rekuperieren einander abwechseln. Die Bremsbeläge halten vermutlich ein ganzes Autoleben, denn schon simples Lupfen hat einen verblüffend nachhaltigen Verzögerungseffekt.

Renault nennt eine Reichweite von 185 Kilometer, die bei vorausschauender Fahrweise auf 200 Kilometer steigen sollen. Neun von zehn Kunden sollten mit diesem Radius ihren Tagesbedarf an Mobilität decken können, ohne zwischendurch nachladen zu müssen.

Renault Twizy

Fahrspaß-Konzentrat