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Neuheiten:Diese Elektroautos kommen 2020

Strengere CO₂-Vorgaben bringen die E-Mobilität in Fahrt. Das heißt auch: Autokäufer können zwischen mehr Modellen wählen. Eine Übersicht.

Von Christina Kunkel

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IAA 2019 -VW

Quelle: Silas Stein/dpa

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Die Autoindustrie ist im Umbruch. Getrieben von strengeren CO2-Vorgaben aus Brüssel setzt sie mehr denn je auf Elektrofahrzeuge. Nach Jahren der Ankündigungen lassen die Hersteller ihren Worten Taten folgen und bringen jede Menge neue Stromer auf den Markt. Das gilt insbesondere für den VW-Konzern, der 2020 die ersten E-Mobile auf Basis der MEB-Architektur zu den Kunden bringt. MEB steht für Modularer E-Antriebs-Baukasten.

Den Anfang macht der ID.3, den VW bereits als "Golf der Generation E" umschreibt. Die ersten Autos der Baureihe sollen im Sommer ausgeliefert werden. Diese "1st Edition" kostet vor Abzug der Umweltprämie rund 40 000 Euro und hat eine Reichweite von 420 Kilometern. Der Einstiegs-ID.3 soll später mit rund 330 Kilometern Reichweite um die 30 000 Euro kosten. Auf dem Genfer Autosalon im März wird wohl zudem eine SUV-Variante des ID.3 Premiere feiern, die ID.4 X heißen soll. Auslieferungsstart ist allerdings frühestens zum Jahresende.

Audi Q4 E-tron Concept, Copyright Audi, Online-Rechte frei.

Quelle: Audi

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Auch bei Audi geht es im SUV-Segment weiter. Neben dem e-tron Sportback, den man bereits bestellen kann (ab 84 100 Euro), soll in diesem Jahr auch der Q4 e-tron vorgestellt werden. Dieser basiert auf dem Elektrobaukasten von VW. Preise für den elektrischen Q4 gibt es noch nicht.

Opel Corsa E

Quelle: Opel

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Auch in der Liga unterhalb der Kompaktklasse kommen die E-Motoren: Im PSA-Konzern kann man sich bei den elektrischen Kleinwagen zwischen dem Opel Corsa e und dem Peugeot e-208 entscheiden. Beide starten vor Abzug der Umweltprämie bei rund 30 000 Euro und bieten dafür eine gehobene Grundausstattung sowie mehr als 300 Kilometer Reichweite. Beide Modelle kann man bereits bestellen, ausgeliefert werden die ersten Fahrzeuge im Frühjahr.

Jetzt bestellbar: der neue PEUGEOT 2008 und PEUGEOT e-2008

Quelle: Peugeot

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Peugeot bietet seinen Kompakt-SUV 2008 auch als Elektro-Variante an. Der e-2008 startet bei 35 250 Euro. Zieht man davon noch die 6000 Euro Umweltprämie ab, die im Laufe der nächsten Monate in Kraft treten soll (aktuell sind es 4000 Euro), ist der Stromer sogar günstiger als der Diesel, der ab 29 950 Euro zu haben ist, aber weniger Serienausstattung bietet. Auf der gleichen PSA-Plattform steht auch der DS3 Crossback E-Tense.

Für einen ähnlichen Preis kann man ab Herbst den elektrischen MX-30 von Mazda kaufen. Allerdings bietet der japanische SUV nur etwa 200 Kilometer Reichweite.

Mercedes-Benz EQV: Weltpremiere für die erste Premium-Großraumlimousine mit elektrischem Antrieb  Mercedes-Benz EQV: World Premiere for the first fully-electric premium MPV; Mercedes EQV

Quelle: Daimler AG

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Bei Mercedes gibt es zwei neue E-Modelle - einmal mit sehr viel Platz (EQV) und einmal im Kompaktsegment (EQA). Die elektrische V-Klasse ist bis zu 5,37 Meter lang und schafft mit einer Akkuladung bis zu 405 Kilometer. Einen Preis findet man auf der Webseite des Herstellers noch nicht, allerdings dürfte der Van sicher nicht unter 60 000 Euro zu haben sein. Wer es etwas kleiner möchte, für den bringen die Stuttgarter in diesem Jahr auch eine Stromvariante der A-Klasse auf den Markt. Der EQA ist dabei eher ein elektrischer GLA, also ein kompakter SUV. Genauere Infos zu dem Modell gibt es noch nicht.

89th Geneva International Motor Show in Geneva

Quelle: Denis Balibouse/Reuters

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Der Polestar 2 könnte dem Model 3 von Tesla im Mittelklasse-Segment Konkurrenz machen. Ab Mai soll das erste rein elektrische Modell der Volvo-Tochter ausgeliefert werden, in der ersten Version kostet der Polestar 2 noch mindestens 57 900 Euro. Später soll eine günstigere Variante für 40 000 Euro folgen. In der vorerst erhältlichen "Launch Edition" verspricht Polestar eine Reichweite von rund 500 Kilometern.

BMW ix3

Quelle: BMW

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BMW bringt als nächsten Stromer den ix3 auf den Markt - eine elektrische Variante des SUV X3. Genaue Leistungsdaten und Preise gibt es für den Stromer noch nicht, der äußerlich kaum von seinem Verbrenner-Pendant zu unterscheiden ist.

Auch aus dem BMW-Konzern kommt der Mini Cooper SE, von dem im Frühjahr die ersten Autos an die Kunden gehen sollen. Mit 184 PS und einem 33 kWh-Akku bietet der Mini allerdings weniger Reichweite (rund 270 Kilometer) als die E-Kleinwagen von Peugeot, Opel oder Renault. Doch da Mini-Kunden schon immer bereit waren, für den Styling-Faktor ein bisschen mehr zu zahlen, dürfte sie auch der Preis von mindestens 32 500 Euro nicht abschrecken.

An electric Mustang Mach-E car is displayed during its launch in Oslo

Quelle: REUTERS

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"Ab Ende 2020" heißt es bei Ford zur voraussichtlichen Verfügbarkeit des ersten vollelektrischen Modells "Mach-E". Auf der Motorhaube des E-SUV prangt das Mustang-Logo, dementsprechend wirbt der Hersteller vor allem mit der Sportlichkeit des Stromers. Für das Einstiegsmodell werden nach vorläufigen Angaben 46 900 Euro fällig, dafür bekommt man eine 75-kWh-Batterie mit einer Reichweite von bis zu 450 Kilometern. Dazu soll es auch eine Variante mit größerem Akku geben, mit der man bis zu 600 Kilometer weit kommt. Aktuell kann man sich gegen eine Anzahlung bereits einem Wagen reservieren.

A Honda E electric car is seen at Brussels Motor Show

Quelle: REUTERS

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Anders als die E-Modelle vieler Hersteller hat Honda seinem ersten Stromer ein markantes, eigenes Design verpasst. Der Honda e ähnelt in seiner Formensprache dem Urban EV: Runde Scheinwerfer, glatte Karosserie und statt konventioneller Außenspiegel gibt es kleine Kameras. Auch innen ist der Viertürer ganz auf retro getrimmt. Für die außergewöhnliche Optik verlangt Honda einen außergewöhnlich hohen Preis: Ab 33 850 Euro kann man den Kleinwagen aktuell bestellen. Trotz einer Reichweite von gerade einnmal 220 Kilometern.

Seat Mii electric

Quelle: Dingo Photos; Seat

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Wie schnell sich die E-Mobilität durchsetzen wird, hängt auch auf von den Stromern im Einstiegssegment ab. Wenn man alle Förderungen abzieht, gibt es den günstigsten Kleinstwagen bereits für rund 15 000 Euro. Im VW-Konzern können Kunden in diesem Jahr zwischen drei Modellen wählen, die sich unter dem Blech gleichen, jedoch in Design und Ausstattung leicht unterschiedlich sind: Der Volkwagen e-Up, der Seat Mii electric und der Skoda Citigo e iV. Alle kommen auf bis zu 260 Kilometer Reichweite und kosten knapp über 20 000 Euro.

Weitere Konkurrenz bekommen die VW-Modelle überraschend schon in diesem Jahr aus dem Hause Renault. Eine E-Variante des Twingo war zwar schon länger Thema bei den Franzosen, allerdings erst für 2022. Jetzt hieß es, dass der Elektro-Twingo schon auf dem Genfer Autosalon im März Premiere feiern wird und im zweiten Quartal in den Handel kommen soll.

© SZ.de/reek
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