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Elektrische Radpumpe im Test:Erstaunlich laut, erstaunlich heiß

Die Fumpa gibt es in zwei Größen: Das kleinere Modell wiegt weniger als zwei Schokoladentafeln.

(Foto: oh)

Das Radlerleben kann mühsam sein, wenn man Reifen mit Muskelkraft aufpumpen muss. Es sei denn, die elektrische "Fumpa" erledigt das per Knopfdruck.

Von Hans von der Hagen

Zu den weniger erfreulichen Aufgaben des Radlerlebens gehören Pumparbeiten. Ob schmale Rennradkufen oder ballonähnliche Gummis am Mountainbike - alles will regelmäßig mit Luft befüllt werden. Glücklicherweise reicht die Elektrifizierung auch in diese Niederungen: Es gibt kleine Kompressoren, die die Arbeit übernehmen können.

Eine der Pumpen sticht mit ihrem roten Metallgehäuse schon optisch heraus: die Fumpa. Die Idee zu diesem Gerät hatte 2016 der Australier Byron Walmsley, der mit dem, was er damals auf dem Markt fand, nicht zufrieden war: Ihm schwebte etwas vor, das klein und aufladbar sein sollte und trotzdem einen Reifendruck von bis zu 120 PSI erreichen würde. Er fand einen privaten Investor, und anderthalb Jahre später war die Pumpe auf dem Markt.

Das Unternehmen hat mittlerweile sieben Mitarbeiter und fertigt die Geräte direkt in Australien. Es gibt zwei Modelle: Das größere von beiden hat die SZ getestet. Es ist etwa neun Zentimeter lang und wiegt 370 Gramm, das kleinere ist nur etwa halb so schwer. Dafür hat die größere Pumpe einen recht kräftigen Lithium-Polymer-Akku, der mit einer Ladung bis zu sechs Reifen schaffen soll. Und das geht auch ziemlich flott: Für einen Mountainbike-Reifen in der Größe von 26 Zoll benötigt die Pumpe nicht mal eine Minute. Drei rote Leuchtziffern helfen dabei, nicht über das Ziel hinauszuschießen. Das kleine Gerät ist erstaunlich laut, aber das gilt für andere Kompressoren auch.

Die Pumpe kann ordentlich heiß werden

Die Bedienung fällt leicht - allenfalls wird der Anschluss nicht fest genug auf das Ventil gedrückt. In dem Fall kommt kaum Luft in die Reifen und die Anzeige spielt verrückt. Doch richtig platziert, sitzt der Anschluss so fest, dass er nicht mal mit dem Daumen gehalten werden muss. Das ist auch gut so, denn er kann sehr heiß werden. Bisweilen unterbricht ein Temperatursensor sogar die Arbeit der Fumpa. Aufgeladen wird sie mit einem Micro-USB-Kabel, der Ladezustand des Akkus wird beim Einschalten angezeigt. Zumindest bei der größeren Pumpe - die kleinere hat keine Anzeige und pumpt auch nur Reifen mit Presta-Ventilen auf. Das größere Modell funktioniert zudem bei Schraderventilen.

Dass die Pumpe nicht nur optisch heraussticht, zeigt der Blick auf den Preis. Das getestete Modell hat einen Listenpreis von 179 Euro. Gemessen an den manuellen Alternativen ist das schon recht teuer. Dafür bekommt man ein solide gefertigtes Produkt, dass die Pumparbeit erheblich erleichtert.

Hinweis der Redaktion

Ein Teil der im "Mobilen Leben" vorgestellten Produkte wurde der Redaktion von den Herstellern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt und/oder auf Reisen präsentiert, zu denen Journalisten eingeladen wurden.

© SZ vom 15.07.2020/reek

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