E-FuelsSprit aus der Wüste

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Der Ibri-Solarpark in Oman kann mit einer Leistung von 500 Megawatt etwa 50 000 Haushalte versorgen. Der Streetart-Künstler Saype hat dazu ein überdimensionales Kinderbild im Wüstensand geschaffen.
Der Ibri-Solarpark in Oman kann mit einer Leistung von 500 Megawatt etwa 50 000 Haushalte versorgen. Der Streetart-Künstler Saype hat dazu ein überdimensionales Kinderbild im Wüstensand geschaffen. IMAGO/Ahmed Abd Alkawey/IMAGO/Anadolu Agency

Wir müssen weg vom Öl, und jetzt sollen es die E-Fuels richten? Das Problem dabei: Der klimaneutrale Kraftstoff kommt vor allem aus dem unsicheren Nahen Osten.

Von Joachim Becker

In Oman scheint fast jeden Tag die Sonne. Das wissen nicht nur Touristen, sondern auch Öko-Pioniere in den Wüstengebieten zu schätzen. Solaranlagen sind dort doppelt so ertragreich wie in Mitteleuropa. Mit dem günstigen Grünstrom lässt sich Meerwasser entsalzen und Wasserstoff abspalten. Wird das flüchtige Gas mit Kohlenstoff aus der Luft gemischt, kann man daraus synthetischen Kraftstoff herstellen. Jedes Altauto verträgt solche E-Fuels genauso gut wie fossiles Benzin oder Diesel. Aus dem Auspuff kommt aber nur das CO₂, das vorher der Atmosphäre entnommen wurde. So leicht geht Klimaschutz, zumindest auf dem Papier.

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