Diesel-Vergleich: Opel Astra vs. Mazda 3 Flotte Hausmannskost

Die Kompaktklasse rüstet auf. Die neuen Stars kommen von Fiat, Hyundai, Kia und Peugeot. Altstars wie Opel Astra oder der Mazda 3 müssen nachlegen und überzeugen besonders als günstige Basisdiesel.

Von Von Stefan Zaumseil

Die Spritpreise werden sich wohl kaum noch erholen. Und die Berufspendler stöhnen wie gehabt über die stetig gestiegenen Unterhaltskosten. Alternativen müssen deshalb her - und da bieten sich die Zweitplatzierten der Zulassungshitliste an: Für die europäische Nicht-Golf-Fraktion geht der Opel Astra an den Start, die asiatische Konkurrenz der Importeure wird vom Mazda 3 vertreten.

Opel Astra: scharf gezeichnete Linien, weit um die Ecke gezogene Rückleuchten.

(Foto: Foto: Pressinform)

Hausmannskost, aber nicht schnöde

Beide Golfklässler haben die gleiche Leistung, ähnliche Abmessungen und den gleichen Radstand. Beide locken mit Sprit-Sparsamkeit und Sonderpreisen. Und sie sind weit davon entfernt, nur schnöde Hausmannskost zu liefern.

Der 1240 Kilogramm schwere Opel Astra 1.7 CDTi mit 82 kW/110 PS entzückt durch sein ausgezeichnetes Fahrwerk und seine gute Lenkung. Serienmäßig mit Sechsgang-Schaltgetriebe bestückt, liefert der 1,7-Liter-Common-Rail-Turbo-Diesel erfrischende Fahrleistungen. Ab 2300 Touren liegt das maximale Drehmoment von 240 Newtonmetern an und lässt - zumindest im Stadtverkehr - den Wunsch nach höherer Motorisierung niemals aufkommen.

Mit kurzen Schaltwegen, direkter Lenkung und einem recht straffen Fahrwerk lässt sich der Rüsselsheimer Einstiegsdiesel durchaus agil bewegen - vorausgesetzt, man bleibt mit der Motordrehzahl immer schön über dem ausgeprägten Turboloch. Von 0 auf 100 km/h in 11,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h liegen im Rahmen des erwarteten.

Lobenswert ist der Kraftstoffverbrauch. Die 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer Testverbrauch lagen nur minimal über der Herstellerangabe (5,5 l/100km), sind jedoch angesichts der Fahrleistungen ein guter Wert.

Turbo-Pfeifen statt Diesel-Nageln

Angenehm überrascht hat die Geräuschkulisse des kleinen Diesels. Niemals aufdringlich, eher dezent verrichtet er seine Arbeit - selbst bei offenen Fenstern ist eher das Pfeifen des Turbos als das Nageln des Motors zu hören.

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