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Die kleine Hilfe fürs Fahrrad:Rückenwind wird mitgeliefert

Fahrräder mit Elektromotor, sogenannte Pedelecs, werden immer beliebter.

Stuttgart kann anstrengend sein. Wer von der City in höhergelegene Stadtteile will, muss sich abstrampeln: 300 Höhenmeter - zu viel für die meisten Alltagsradler. Selbst Oberbürgermeister Wolfgang Schuster gibt zu: "Das kann nur mit technischer Unterstützung gelingen." Und er hat auch einen Vorschlag: "Lasst euch doch helfen."

Elegante Schiebung: Gegen Pedelecs haben normale Fahrräder kaum eine Chance.

Zum Beispiel durch einen Elektromotor am Rad, der wie permanenter Rückenwind wirkt. Pedelecs heißen diese Velos mit zugeschalteter Motorleistung, die Fahrradfahren light versprechen, mithin den Ausgleich körperlicher Schwäche durch ein paar hundert Watt. Kein Wunder, dass in Stuttgart jetzt über Pedelecs für alle nachgedacht wird: Mit einem öffentlich geförderten Leasingangebot und einer Vielzahl von Stationen, an denen die Akkus getauscht werden können, will Stuttgart zur Metropole unangestrengten Radelns werden.

Die Hersteller der Hybrid-Bikes dürfte es freuen. Bereits vor zehn Jahren waren sie angetreten, das Fahrradfahren zu revolutionieren: Das Velo mit Hilfsmotor ist tot, ein Pedelec - die Kurzform für Pedal Electric Cycle - ganz etwas anderes. Das Besondere ist die Arbeitsweise des Elektromotors, denn er assistiert nur - ohne Manpower keine Elektrokraft. Zudem kann der kleine technische Helfer abgeschaltet werden.

Und so unterscheidet sich das Pedelec deutlich vom Oldtimer mit Benzingemischmotor und vom E-Bike, das auch ohne Pedalieren rollt und deshalb als Leichtmofa gilt. Der Motor eines Pedelecs stellt bei Tempo 25 die Arbeit ein, ausgenommen das sogenannte Powerbike, das wie das E-Bike der Haftpflichtversicherung bedarf. Denn dieser rasante Pedelec-Typ kennt keine Abregelung. Wer über durchschnittliche Kraft und Kondition verfügt, kann so jeden Epo-freien Radprofi hinter sich lassen.

Pedelecs

Die kleine Fahrradhilfe