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Der 914-Experte:In den USA fahren noch rund 50.000 Porsche 914

Sie alle haben schon bessere Jahre gesehen. "Ich war schon einige Zeit nicht mehr hier", sagt Hussey. "Das müssten insgesamt wohl 200 Autos sein. Abgeschrieben habe ich keinen - sind alle noch prima Teileträger."

Deutlich gepflegter sind die Fahrzeuge auf dem Hof selbst. "An den meisten arbeiten wir gerade", sagt Charlie Smith: "Aber einige stehen natürlich auch zum Verkauf." Die echten Prunkstücke kann man im Verkaufsraum bestaunen. Highlight ist der Prototyp einer Porsche 916 Rennversion mit dem modifizierten Triebwerk eines 911 von 1974. "Das ist einer von nur elf, die damals produziert worden sind", weiß Reid Bianchine, Marketing-Mann bei Auto Atlanta. "Der müsste mindestens 500.000 Dollar wert sein."

Doch das Hauptgeschäft bleibt der Teileverkauf. Fein säuberlich sortiert finden sich in einzelnen Regalen Instrumenteneinheiten, Scheinwerfer, Getriebe und Konsolen. George A. Hussey: "Gerade für den 914er sind viele Teile seit Jahrzehnten nicht mehr zu bekommen. Daher produzieren wir spezielle Sachen nach."

Rechtzeitig zu seinem 40. Geburtstag kommt der Billig-Porsche vielen nun wieder in den Sinn. Doch das Angebot an guten Fahrzeugen ist in Europa wegen der Rostprobleme nicht gut. Zudem gingen die meisten Fahrzeuge in die USA, wo nach wie vor rund 50.000 Porsche der Baureihe 914/916 laufen. Der Import aus den USA lohnt und das ein oder andere Schnäppchen lässt sich auch in Deutschland machen. Wenn ein paar Teile fehlen sollten - Doc 914 weiß dann sicher Rat.