Dauertest: 40.000 km im Mini E Lange Leitung

In neun Monaten hat der Amerikaner Tom Moloughney über 40.000 Kilometer mit seinem Mini E zurückgelegt. Kaum jemand dürfte mehr Praxis-Erfahrung mit einem Elektroauto haben.

Von Stefan Grundhoff

500 Elektro-Minis schickte der britische BMW-Ableger letztes Jahr in einen groß angelegten Feldversuch. Die Kunden rissen sich um die Elektroautos, die ein Jahr zu leasen waren. Tom Moloughney kam dabei zum Elektroauto wie die Jungfrau zum Kind. "Ich wollte mich im Internet über den neuen Chevy Volt informieren und bin dann beim Surfen im Netz irgendwie auf den Mini E gestoßen", erzählt der Inhaber des italienischen Restaurants "Nauna's Bella Casa" in New Jersey, "hier konnte man sich für einen der 500 Mini E bewerben. Ich hatte keine große Ahnung. Das las sich nur alles ganz nett."

Der Amerikaner hatte Glück und wurde aus den über 20.000 Bewerbungen für die Testphase des Mini E ausgewählt. Pro Monat bezahlt er für seinen Mini E mit der laufenden Seriennummer 250 seither 850 Dollar. Kein billiges Vergnügen. Die Liebe zum Mini E wuchs dennoch von Tag zu Tag.

Auf seinem Mini kleben zahlreiche "electric"-Aufkleber und das Kennzeichen lautet vielversprechend "EF - OPEC" - soll heißen: Tom zeigt der OPEC den automobilen Mittelfinger. Der Hauptwagen der Familie, ein älterer Mercedes ML 430, wurde kurzerhand verkauft. Für Wochendausfahrten hat Tom Moloughney noch einen Porsche Boxster in der Garage. Schließlich ist der Elektro-Mini kein Spaß-Cabrio.

Seit über neun Monaten ist er nun Tag für Tag in seinem Mini unterwegs - und der Elektro-Mini ist längst sein ganzer Stolz. Täglich legt er mehr als 120 Meilen zurück. "Ich mache die meisten meiner Fahrten mit dem Mini. Wahnsinn, wie der beschleunigt. Damit hänge ich jeden ab", erzählt er, "ich habe bei mir in der Firma eine zweite Ladestation. Nach ein bis zwei Stunden ist der Wagen wieder voll. Das ist praktisch. So kann ich den Mini E auch für meinen Cateringservice nutzen. Da gibt es immer was zu tun."