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Dacia Lodgy:Einfache Bedienung, unkompliziertes Fahrverhalten

Gemäß dem Grundkonzept der Marke gibt die Bedienung des Lodgy keine Rätsel auf. Geschwindigkeitsanzeige und Drehzahlmesser sind analog und die Belüftung wird mit großen runden Reglern gesteuert. Und dann natürlich die Kurbel für die Fenster. Am anderen Ende der Ausstattungsoptionen bietet der Lodgy als erster Dacia in Deutschland überhaupt ein Navigati-onssystem an. Das Gerät stammt aus dem Hause LG und ist für 430 Euro Aufpreis an Bord, in der Topausstattung Prestige serienmäßig. Es bietet eine Bluetooth-Schnittstelle, einen Klinken-anschluss und einen USB-Schacht. Für den abgerufenen Preis ist das ansehnlich.

Die einfache Bedienbarkeit des Innenraums gilt auch für das Fahrverhalten des Dacia. Er fährt sich sicher und beherrschbar. Er ist der erste Dacia in Deutschland, der serienmäßig über das elektronische Stabilitätsprogramm ESP verfügt. Doch auch ohne den Anti-Schleuderassistenten ist der Wagen gut fahrbar. Die Lenkung arbeitet exakt, könnte aber etwas leichtgängiger im Stadtbetrieb sein. Die Wankneigung in Kurven ist in Anbetracht des bauartbedingt hohen Schwerpunktes relativ gering.

Das fügt sich in den harmonischen Gesamteindruck des Lodgy. Er bietet nicht Spektakuläres, aber was an Bord ist, das tut schnörkellos seinen Dienst. Auch der Geschwindigkeitbegrenzer. Dessen Nutzen allerdings bleibt das Geheimnis der Marke, denn die Funktion eines Tempomaten bietet er nicht. Stattdessen kann man auf dem Gas stehen bleiben und der Wagen überschreitet trotzdem die eingestellte Geschwindigkeit nicht. Das braucht in Deutschland niemand. Und das Turboloch allerdings hätte man mit geringem Aufwand mittels einer anderen Übersetzung besei-tigen können. Seltsam, dass Dacia das nicht geschafft hat. Denn einfache Lösungen sind eigent-lich die Spezialität der Marke. So wie die Fensterkurbel. Die ist zusammen mit dem ganzen Wagen ab dem 16. Juni im Handel.