Chronologie Schwere Tunnelunfälle seit 1971

11. November 2000 in Österreich:

24. März 1999: Ein mit Mehl und Margarine beladener belgischer Lastwagen gerät im Montblanc-Tunnel in Brand. Brandursache ist eine glühende Zigarettenkippe. Das Feuer breitet sich rasch aus und kann erst nach 24 Stunden gelöscht werden. Bei dem Brand sterben 39 Menschen.

(Foto: Foto: AP)

Am Kitzsteinhorn bei Kaprun gerät ein Waggon der Standseilbahn, die durch einen Tunnel in das Gletscherschigebiet führt, in Brand. Auslöser ist ein Schmorbrand im Heizsystem. 155 Tote sind zu betrauern, darunter viele Kinder und Jugendliche.

29. Mai 1999 in Österreich:

Nach einem Auffahrunfall im Tauerntunnel kommt es zu einem Brand. Ein Lkw mit Lackfarben explodiert. Das Feuer greift auf 24 Fahrzeuge über. Die Röhre wird zum Glutofen, in dem zwölf Menschen sterben. Erst nach 16 Stunden ist der Brand unter Kontrolle.

24. März 1999 in Frankreich / Italien:

Ein mit Mehl und Margarine beladener belgischer Lastwagen gerät im Montblanc-Tunnel in Brand. Brandursache ist eine glühende Zigarettenkippe. Das Feuer breitet sich rasch aus und kann erst nach 24 Stunden gelöscht werden. Bei dem Brand sterben 39 Menschen.

2. März 1999 in Deutschland:

In einem Tunnel bei Göttingen auf der ICE-Strecke Hannover-Würzburg gerät ein Eisenbahnwaggon in Brand. Das Feuer aus Zellstoff und Papier ist erst nach zwölf Stunden gelöscht.

18. November 1996 im Ärmelkanal:

Im Eurotunnel fängt ein Lkw auf einem Frachtzug Feuer. Nach fünf Stunden ist der Brand unter Kontrolle. Rund 30 Zuginsassen erleiden schwere Rauchverletzungen.

18. März 1996 in Italien:

Nach einem Auffahrunfall explodiert ein Tanklastzug in einem Tunnel bei Palermo. Das Feuer greift auf 19 Autos über. Fünf Menschen sterben, 26 werden verletzt.

10. Februar 1996 in Japan:

Auf der Insel Hokkaido stürzt ein 50.000 Tonnen schwerer Felsbrocken auf eine Tunnelröhre. Erst nach Tagen gelingt es den Rettungsmannschaften, zur Unglücksstelle vorzudringen. 20 Insassen werden tot geborgen.

28. Oktober 1995 in Aserbaidschan:

289 Menschen ersticken und verbrennen in einem Metro-Tunnel in Baku. Als Brandursache wird ein Kurzschluss in der Elektrik eines Wagons vermutet.

10. April 1995 in Österreich:

Bei einer Massenkollision im Pfändertunnel bei Bregenz gehen vier Pkw in Flammen auf. Drei Menschen sterben. Auslöser war ein Autofahrer, der auf die Gegenfahrbahn geraten ist.

18. November 1987 in England:

Bei einem Schwelbrand auf dem Londoner U-Bahnhof Kings Cross sterben 31 Menschen. Ursache war ein weggeworfenes, brennendes Streichholz.

3. November 1982 in Afghanistan:

Im Salang-Tunnel nördlich von Kabul kollidiert ein sowjetischer Militär-Lkw im Konvoi mit einem Tanklaster. Die Explosion löst ein Inferno aus. 700 bis 2000 Menschen ersticken und verbrennen.

7. April 1982 in den USA:

Im Caldecott Tunnel bei Oakland/ Kalifornien sterben sieben Menschen bei einer Massenkarambolage.

11. Juli 1979 in Japan:

Bei einem Zusammenstoß von mehreren Lkw und Pkw im Nihonzaka-Tunnel verlieren sieben Personen ihr Leben.

1975 in England:

In der U-Bahnstation Moorgate in London rast ein vollbesetzter Zug gegen die Tunnelwand. Ursache ist ein Fahrfehler des Zugführers. 43 Menschen sterben, 55 werden verletzt.

6. November 1972 in Japan:

Im 13 Kilometer langen Eisenbahntunnel bei Fukui gerät der Kitaguni-Nachtexpress in Brand. Ursache ist ein Feuer im Speisewagen. 29 Reisende ersticken.

14. Februar 1971 in Bosnien:

Der Frühzug Zepce-Zenica springt im Tunnel bei Vranduk aus den Schienen. Bei dem folgenden Brand ersticken 34 Menschen.