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Raus aus der Öko-Nische:Wie Kommunen die Kombi-Anbieter untersützen sollen

Ähnlich sieht es aus, wenn man sich ansieht, wie viele Nutzer im Laufe der Zeit, also nach dem Start ihrer Carsharing-Teilnahme, das eigene Auto abschafften. Auch hier ist der Anteil des Carsharings mit festen Stationen sehr hoch, etwas mehr als 80 Prozent dieser Nutzer lebten zum Zeitpunkt der Befragung in einem autofreien Haushalt. Bei denen, die nur aufs Freefloating setzen, waren es nur 32 Prozent. "Auffällig ist aber auch die deutliche Autoabschaffung bei denjenigen Freefloating-Nutzern, die sich zusätzlich zu einem stationsbasierten Angebot angemeldet haben", so die Studie. Sie lebten zu fast 68 Prozent in einem Haushalt ohne eigenes Auto.

Diese Menschen kombinierten die Vorteile der verschiedenen Carsharing-Varianten: Sie setzten nicht nur auf das klassische Carsharing mit fixen Station, bei dem sicher ist, dass ein Auto zum vereinbarten Zeitpunkt zur Verfügung steht. Zudem umfasst der Fuhrpark dieser Anbieter in der Regel viele verschiedene Modelle - vom Kleinwagen bis zum Großraumtransporter. Die Nutzer wollen aber auch von den Vorteilen des Freefloating profitieren, etwa der spontanen Anmietung. In der Regel zahlt man bei Freefloatern allerdings deutlich mehr als beim klassischen Carsharing.

Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Carsharing-Verbands, fordert daher von den Kommunen, insbesondere solche Projekte stärker zu fördern. Beispielsweise wenn es darum geht, Kfz-Stellplätze entlang großer Straßen für einzelne Carsharing-Anbieter auszuweisen.

© SZ vom 17.11.2018/cku

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