BMW Zweier Active Tourer:Platz da!

Für BMW ist der Zweier Active Tourer ein großer Schritt: der erste Van und das auch noch mit drei Zylindern und Frontantrieb. Er zeigt, wie sehr sich der Münchner Autobauer in den letzten Jahren gewandelt hat. Trotzdem ist der biedere Kompaktvan ein echter BMW.

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BMW Active Tourer bei der Testfahrt

Quelle: STG

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Für BMW ist der Active Tourer ein großer Schritt: das erste Van, der erste Dreizylinder, der erste Frontantrieb. Er zeigt, wie sehr sich der Münchner Autobauer in den letzten Jahren gewandelt hat. Aber Van bleibt Van: schräge Nase, steiles Heck, langer Radstand. Daran ändert auch nichts, dass der Active Tourer schnittiger aussieht als die Konkurrenz.

BMW will sich mit dem Kompaktvan stärker im Segment der Familienautos platzieren. Dieser Markt soll sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Die Käufer des Premiumkompakten wollen vor allem viel Platz - deswegen musste der Antrieb nach vorn wandern, der Motor wurde sogar quer eingebaut.

Das Heck des BMW Active Tourer

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Knackig um die Ecken flitzt der Active Tourer trotzdem. Das liegt daran, dass er sich mit dem Mini die Plattform teilt. Der Kompaktvan (4,36 Meter lang, 1,80 Meter breit, 1,56 Meter hoch) bietet so Fahrdynamik, wie man sie von einem BMW erwartet und wesentlich mehr Platz als in einem Mini.

Der Kofferraum des BMW Zweier Active Tourer

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Platz gibt es im BMW Active Tourer genug, doch bei zwei Kindersitzen auf der Rückbank ist Schluss. Für einen dritten fehlt es schlicht an Innenbreite. Daran wird auch die geplante Langversion mit bis zu sieben Plätzen wahrscheinlich nichts ändern.

Der Kofferraum bietet 468 Liter Stauraum und lässt sich durch die dreiteilig umklappbare Rückbank auf bis zu 1510 Liter erweitern. Zum Vergleich: Der VW Golf Sportsvan bringt es auf 500 beziehungsweise 1520 Liter. Die Heckklappe lässt sich gegen Aufpreis mit dem Fuß öffnen.

Der Motor des BMW Zweier Active Tourer

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Der Active Tourer ist nach dem Mini und dem i8 der erste BMW, der von dem neuen quer eingebauten Dreizylinder angetrieben wird. Los geht es mit dem 218i, der es auf 136 PS bringt. Er soll laut Hersteller zwischen 4,9 und 5,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen und kostet mindestens 27 200 Euro.

Ab Ende September gibt es ab 31 050 Euro außerdem den 218d (150 PS, Verbrauch: 4,1-4,3 Liter Diesel). Das Topmodell 225i mit Vierzylindermotor (231 PS, Verbrauch: 5,8-6,0 Liter Benzin) ist mit 37 950 Euro bereits deutlich teurer. Zum Jahresende folgen die Diesel 216d und 220d und der Benziner 220i.

Die Seitenansicht des BMW Zweier Active Tourer

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Den Dreizylinder im BMW Activce Tourer gibt es wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Automatik-Sechsgang-Steptronic. Für den Vierzylinder dürfen es zwei Gänge mehr sein. Die Steptronic in acht Stufen wurde extra für den quer eingebauten Motor entwickelt und darauf abgestimmt.

Das Heck des BMW Zweier Active Tourer

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Stellt man die Fahrdynamikregelung auf Sport, werden Federung und Lenkung so direkt, dass man ein fast schon zu gutes Gefühl für die Straße und vor allem ihre Schwächen entwickelt. Andererseits soll der Active Tourer so praktisch, variabel und bequem sein wie ein Van. Deshalb sitzt man vorn höher als in einem normalen 2er.

Innenraum des BMW Zweier Active Tourer Kompaktvan Van

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Das Armaturenbrett ist kein Cockpit wie in einem Rennwagen, sondern eher eine durchdachte Kommode mit viel Stauraum. Serienmäßig gibt es ein Radio mit Telefon-Freisprecheinrichtung, das Bediensystem iDrive, Regensensor, Sportlenkrad und eine Auffahrwarnung mit Anbremsfunktion. Überraschend ist da eigentlich nur das neue Head-Up-Display, das jetzt mit einer kleinen Plexiglasscheibe aus dem Armaturenbrett klappt. Das sieht zwar nicht so elegant aus wie die integrierte Lösung aus den großen Baureihen, ist dafür aber billiger.

Frontantrieb, hohes Dach - das ist neu und ungewöhnlich für BMW und macht den Active Tourer zum vielleicht vernünftigsten Modell aus München. Damit macht er zwar nicht so viel Spaß wie ein 3er Touring oder gar ein 2er Coupé - ist aber noch immer sportlicher als alle anderen Vans. Und deshalb eben doch typisch BMW.

© SZ.de/dpa/reichle/reek
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