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BMW X6 M50d im Fahrbericht:Innen größer und besser als bislang

Der Innenraum des neuen BMW X6

Im Fond des neuen BMW X6 geht es deutlich geräumiger zu als im Vorgänger.

(Foto: STG)

Und auch, wenn das eingezogene Dach das Gegenteil nahelegt: Wer hinten sitzt, braucht den Kopf nicht extra einzuziehen - nach oben ist noch genügend Platz, ebenso wie für die Knie übrigens. Deutlich gewonnen hat auch das Cockpit. BMW hat offenbar die Kritik an Materialien und Verarbeitung ernst genommen. Leder gehört jetzt bereits zur Serienausstattung. Darüber hinaus wird dem Kunden eine Fülle von Farb- und Dekor-Kombinationen zur Auswahl angeboten.

Dritte Generation des BMW X5

Fern von Fortschritt

BMW bietet den X6 alternativ zunächst mit zwei Dieselmotoren und einem Benziner an - wie bisher ausschließlich Sechs- und Achtzylinder und ausschließlich Allradantrieb. Ein Hybrid ist nicht vorgesehen. Ganz unten in der Hierarchie steht wie bisher der 30d. Er leistet mit 258 PS jetzt 13 PS mehr, soll aber nur sechs Liter (minus 19 Prozent) verbrauchen. Mit einem Grundpreis von 65 850 Euro dürfte er in Europa erneut das meist gekaufte X6-Modell sein. Darüber rangiert der 40d mit 313 PS für mindestens 71 850 Euro, den BMW für Anfang 2015 ankündigt. Ebenso den Dreiliter-Benziner 35i mit 306 PS (66 150 Euro). Sofort verfügbar ist der 50i (82 500 Euro), dessen 450 PS starker V8 sich zwar traumhaft fährt, der bei uns aber aufgrund des höheren Verbrauchs nur einen kleinen Kreis von Liebhabern finden dürfte. Die Amerikaner und Chinesen dagegen lieben dieses Modell besonders.

Hightech-Fahrwerk mit allen Zutaten

Gerne getestet hätten wir den Einstiegsdiesel. Verfügbar war aber nur das 87 300 Euro teure Topmodell M50d, ein Bolide der besonderen Art. Er gehört zur Familie der sogenannten M-Performance-Modelle, die gegenüber den normalen Versionen nochmals geschärft wurden. Vor allem im Fahrverhalten. Es wundert wenig, dass sich der M50d zielgenau und präzise um die Ecken scheuchen lässt. Seine Handlichkeit verblüfft, die 2,2 Tonnen Gewicht sind ihm nicht anzumerken. Trotz der erhöhten Sitzposition keine Spur vom bauarttypischen Schaukeln. Stoisch bleibt das Auto in der Waagerechten. Verantwortlich dafür ist ein Hightech-Fahrwerk mit allen Zutaten, die der Markt hergibt und sich die Entwickler ausgedacht haben. Dazu zählen unter anderem Luftfederung mit Niveauausgleich an der Hinterachse, adaptive Dämpfer und eine aktive Wankstabilisierung.

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Der BMW X5 macht als Plug-in-Hybrid Lust auf sanftes Gleiten, lautloses Segeln und kräftige Beschleunigung. Rein elektrisch kommt der neue Doppelherz-SUV aber nicht besonders weit.   Von Georg Kacher

Auch der Motor ist eine Ausnahmeerscheinung. Der Dreiliter-Sechszylinder-Selbstzünder ist weltweit der Einzige seiner Art, der mit drei Turboladern bestückt ist. Als Leistung gibt BMW 381 PS und ein Drehmoment von 740 Newtonmetern an. Es braucht wenig Phantasie sich vorzustellen, dass dieses Kraftpaket selbst mit einem Brocken wie dem X6 leichtes Spiel hat. Schon kleinste Bewegungen am Gaspedal werden augenblicklich in Vortrieb umgesetzt. Viel mehr an Souveränität lässt sich kaum aus einem Auto dieser Art herausholen. Der Normverbrauch von 6,6 l/100 km ist dann freilich pure Illusion. Ein zweistelliger Wert dürfte eher den Normalfall dieses X6 widerspiegeln.