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BMW X6 M50d im Fahrbericht:Frischzellen für den Macho

Der neue BMW X6.

Der neue BMW X6 kostet mindestens 65 850 Euro. Das Topmodell M50d startet bei 87 300 Euro.

(Foto: STG)

In Deutschland polarisiert der X6 wie kein anderes Auto. Jetzt wurde er grundlegend überarbeitet. Endlich ist der klobige BMW nicht mehr nur groß, sondern auch gut.

Ist er nun schrecklich oder schön - oder einfach nur peinlich? Nur wenige Autos haben in den vergangenen Jahren so polarisiert wie der BMW X6. Die Coupé-Variante des X5, seit 2008 auf dem Markt, eckte allerdings nur im sozialneidgeplagten Deutschland an. In weiten Teilen der Welt fand der X6 ansonsten so viele Käufer, dass BMW kaum mit der Produktion hinterherkam. Mehr als eine viertel Million Exemplare wurden bislang ausgeliefert.

Der neue BMW X6

Runde zwei im Schwergewicht

Dieser Erfolg überraschte nicht nur die Strategen in der Münchner Konzernzentrale, sondern noch mehr die etablierte deutsche Konkurrenz. Der X6 war so etwas wie ein Trendsetter und gilt mittlerweile als cool. Vor wenigen Monaten schickten die Bayern mit dem X4 sogar ihr zweites SUV-Coupé an den Start. Mercedes und Audi haben ähnliche Derivate in der Pipeline. Doch das dauert noch. BMW wird mit dem neuen X6 wohl noch mindestens ein volles Jahr den Markt für sich alleine haben. Zum Händler rollt er am 6. Dezember.

Ein Auto für Selbstbewusste

Auf den ersten Blick mögen nur Experten die Neuauflage erkennen. Doch bei genauerer Betrachtung sieht man eindeutige Unterschiede. Wie beim X5 ziehen sich die Scheinwerfer bis in den Grill, die hintere Flanke prägt ein betonter Hüftschwung, das Dach fällt nicht mehr so steil nach hinten ab und das Heck ist optisch breiter und flacher gehalten. Insgesamt kommt der neue X6 aber fast genauso machohaft daher wie zuvor. BMW nennt das Design "extrovertierte Athletik". Wie auch immer, es bedarf nach wie vor einer Menge Selbstbewusstsein, um dieses Auto zu fahren.

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Dabei sprechen durchaus auch praktische Gründe für den doch recht klobigen X6, auch wenn ihn BMW betont sportlich positioniert. Es überrascht zum Beispiel, wie viel man hineinbekommt. Die Rücksitzlehne ist nun im Verhältnis 40:20:40 geteilt umlegbar und erweitert den Laderaum wenn nötig von 580 auf bis zu 1525 Liter - Werte, die auch manchem Kombi gut zu Gesicht stünden. Serienmäßig öffnet und schließt die Heckklappe automatisch, auf Wunsch sogar per Fußschwenk.