BMW K 1300 S Antwort auf die K-Frage

BMW hat mit der K 1300 S ein gutes Motorrad noch besser und vor allem fahrsicherer gemacht. Ab Februar kann man sich davon überzeugen.

Von Ulf Böhringer

Auch wenn der luftgekühlte Zweizylinder-Boxer ohne Zweifel das Markenzeichen von BMW Motorrad ist - die Münchner haben auch bei Mehrzylinder-Aggregaten inzwischen ein Vierteljahrhundert Tradition vorzuweisen. 1983 kam die erste K-Baureihe mit liegendem Vierzylinder-Reihenmotor auf den Markt und sie blieb, in zahlreichen Variationen, bis 2004 im Programm. Vor fünf Jahren kam der Modellwechsel mit vielen Neuerungen: Der Vierzylindermotor liegt seither quer, das Vorderrad wird von einer Konstruktion namens Duolever geführt und optional gibt es die elektronische Fahrwerkseinstellung ESA.

Geballte Kraft: Seit 25 Jahren pflegt BMW bei den Motorrädern auch den Vierzylinder; die neue Generation trägt den Namen K 1300 S.

(Foto: Foto: oh)

Nun erlebt die bislang 123 kW (167 PS) starke K 1200 S ihre erste tiefgreifende Modellüberarbeitung, heißt des gewachsenen Hubvolumens wegen K 1300 S und demonstriert eindrucksvoll, wie harmonisch und entspannt man mit einem ultrastarken Motorrad unterwegs sein kann.

60.000 Exemplare der bisherigen Baureihe, zu der neben der vollverkleideten S-Version auch die R-Variante als Naked Bike und die GT als Tourer gehören, hat BMW an den Mann gebracht. Und viele der Käufer ärgern sich über die harten und lauten Gangwechsel. Tiefgreifende technische Modifikationen im Antriebsstrang und auf Getriebeseite machen dem Ärgernis nun ein Ende - die Gänge lassen sich weich und präzise wechseln. Auch die relativ giftigen Reaktionen des Motors auf Gasgriffbefehle sind vom Tisch. "Es ging nicht darum, dieses Motorrad stärker zu machen, wir wollten seine Fahrbarkeit verbessern", so Baureihenleiter Markus Poschner. Trotzdem: Ein wenig kräftiger ist der Vierzylinder geworden; nun stehen 129 kW (175 PS) bei 9250 Umdrehungen bereit, was ebenfalls der Fahrbarkeit zugutekommt. Und stolze 140 Newtonmeter Drehmoment lassen Gangwechsel noch unwichtiger werden als bisher.

Aber: BMW hat sich nicht nur um den Motor, sondern auch um das Fahrwerk gekümmert. Hier ein Millimeter weniger Nachlauf, dort ein minimal veränderter Reifenquerschnitt. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das sich tatsächlich leichter, präziser und einfacher fahren lässt - wenngleich der bei Bedarf enorm rasante Vortrieb auch künftig viel Erfahrung und vor allem einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb beim Fahrer voraussetzen.

Antwort auf die K-Frage

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