Blech der Woche (35): Opel GT Poor man's Corvette

Ein Sportwagen von Opel? Das war Mitte der sechziger Jahre eine kleine Sensation. Siegfried besitzt ein Original-Exemplar des einstigen Imageträgers.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

"Coke bottle design" und dazu die Farbe einer Cola-Dose: Opel GT

(Foto: Foto: Carsablanca)

"Nur fliegen ist schöner!" Dass dieser Werbespruch, der sich zum geflügelten Wort entwickelte, ursprünglich für den Opel GT geprägt wurde, wissen heute nicht mehr viele Leute außerhalb der Opel-Szene. Einer, der den Werbestrategen von Opel auch nach über 30 Jahren noch zustimmt, ist Carsablanca-User Siegfried. Für die Höhenflüge mit seinem roten Zweisitzer braucht er keinen Pilotenschein.

Dabei stört ihn auch nicht, dass der GT seine 90 PS über ein automatisches Getriebe an die Hinterräder abgibt. Diese Version des Autos wurde hauptsächlich exportiert - drei Viertel der Produktion von gut 103.000 Exemplaren gingen in die USA. Siegfrieds Auto hat jedoch niemals den großen Teich überquert.

Ausgeliefert wurde der Wagen denn auch nicht an einen Erstbesitzer der Marke "jung, dynamisch und erfolgreich", sondern an eine Dame, die damals schon eher mittleren Alters war. "Ein Faible für Sportwagen hatte sie aber dennoch", erinnert sich Siegfried, der den GT 1900 vor mehr als zehn Jahren von ihr erwarb. "Sie wollte sich damals noch einmal einen Neuwagen gönnen und blieb der Marke treu. Die Dame hat sich seinerzeit einen Tigra gekauft", weiß der GT-Fan aus dem Rheinland noch.

Blech der Woche (35): Opel GT

Poor man's Corvette