Blech der Woche (33): Renault Dauphine:So was von treu

Der Renault-Fan machte die Eigentümerin ausfindig, als er die Dauphine in diesem traurigen Zustand am Straßenrand sah, aber die konnte sich seinerzeit zu einem Verkauf nicht durchringen. "Sie hat sich aber meine Telefonnummer notiert, für alle Fälle - und ein Jahr später kam dann der Anruf!" freut sich Merbach noch immer. Wenn er das Auto nach wie vor haben wolle, könne er es abholen - kostenlos!

Der immer noch verunfallte Renault war hinter einer Gaststätte abgestellt, und dort war er offenbar Vandalen zum Opfer gefallen: "Die Sitze waren aufgeschlitzt, sämtliche Kabel unter dem Armaturenbrett offenbar mit einem Messer einfach durchtrennt - er sah übel aus!" erzählt Rainer Merbach. Dennoch war dem handwerklich begabten Dauphinisten klar: "Die wird wieder!" An Stelle des eigentlich geplanten dreiwöchigen Erholungsurlaubs war Schrauben angesagt, was die Angetraute nur Stirn runzelnd zur Kenntnis nahm.

Doch in dieser vergleichsweise kurzen Zeitspanne gelang es dem Augsburger, die kleine viertürige Limousine nicht nur wieder verkehrstauglich, sondern auch fit für die Zukunft zu machen: "Seit dieser Kurzrestauration im Sommer 1980 hat die Dauphine nur noch die üblichen Wartungsarbeiten gebraucht. Der Motor zum Beispiel ist bis heute in ungeöffnetem Originalzustand. Und das soll auch so bleiben, denn gerade von den Gordini-Triebwerken ist bekannt, dass sie nach einer Überholung nie mehr so perfekt laufen wie zuvor."

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