Autotest Unfahrbar auf der Autobahn

Natürlich, ein Auto für Schöngeister ist der Biposto nicht. Die Sitze schlingen sich um den Fahrer wie ein Sumoringer im Todesgriff. Auf der Autobahn ist der Mini-Rennwagen eigentlich unfahrbar, weil die Lenkung so direkt ist, dass es den Abarth bei jeder Bodenwelle zur Seite wirft. Wer an der Auffahrt zu viel Gas gibt, dem verreißt es wegen der Antriebseinflüsse schon mal das Lenkrad. Doch genau diese Eigenheiten machen den "kleinsten Supersportwagen der Welt" (Abarth) zum Liebhaberobjekt für Rennverrückte. Die Italiener bauen nur wenige Exemplare pro Jahr.

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Diese Verrückten bekommen dafür aber eines der beeindruckendsten Fahrerlebnisse. In gerade einmal 5,9 Sekunden beschleunigt der Abarth auf 100 Kilometer pro Stunde. Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h. Das bekommt kein normaler Fiat 500 hin. Und der dient immerhin als Basis.

So teuer wie ein ordentlich ausgestatteter Audi Q7

Dafür rufen die Italiener einen horrenden Preis auf: 40 000 Euro. In der Grundausstattung wohlgemerkt. Wer das volle Programm aus Optionen wie "Alumium Motorhaube im Dual-Power-Dome-Design", "Dog Ring-Rennsportgetriebe", "AIM Renncomputer Data Logger MXL2" und "Kit Racing Windows" ordert, landet wie bei unserem Testwagen bei 67 400 Euro. In Worten: Siebenundsechzigtausendvierhundert Euro. Das ist der Preis eines ordentlich ausgestatteten Audi Q 7.

Im Gegensatz zu dem hat der Abarth aber einen enormen Vorteil. Nein, er ist weder groß noch bequem, noch familientauglich. Er hat kein Entertainmentsystem, keinen Staupiloten, kein Head-up-Display. Stattdessen erfüllt er viel unmittelbarere Instinkte: Er macht Spaß. Im ganz ursprünglichen und rudimentären Sinne des Fahrens. Mehr sollte man von solch einem Auto auch nicht verlangen.

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