BMW X6

Als BMW auf der IAA 2007 die Konzeptstudie des X6 präsentierte, ernteten die Münchner dafür in der Autowelt weithin Kopfschütteln. Das hielt selbst dann noch an, als die sehr groß geratene und formal ein wenig entartete Mixtur aus Geländewagen und Coupé längst auf dem Markt war. "Wer um alles in der Welt soll so ein Auto kaufen?", war seinerzeit die meistgestellte Frage - und BMW kann heute antworten: weltweit mehr als 250 000 Kunden. Der X6 wurde zum Überraschungserfolg, und so ist es nur konsequent, dass ihm der Autobauer mit dem X4 nicht nur einen kleinen Bruder zur Seite stellte, sondern nun einen Nachfolger auf den Markt bringt.

Optisch und technisch bleibt BMW seinem Konzept treu: "Wuchtig" beschreibt das Design am besten. Unter dem Blechkleid nutzt der X6 weiterhin die Technik seines klassischen SUV-Pendants X5. Die bekannten turbogeladenen Reihensechszylinder- und V8-Triebwerke mit Leistungswerten zwischen 258 und 450 PS finden allesamt den Weg in den X6-Motorraum. Nur der 218 PS starke Vierzylinder-Diesel, im X5 auch mit Hinterradantrieb verfügbar, bleibt der Coupéversion vorenthalten.

Anfang Dezember kommt der neue BMW X6 zu Preisen ab 66 150 Euro (xDrive 35i mit 306 PS) zu den Händlern. Damit ist er 5750 Euro teurer als der vergleichbare X5, aber für BMW-Verhältnisse mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, 19-Zoll-Felgen, Acht-Gang-Automatik, Lederinterieur und Klimaautomatik ordentlich ausgestattet. Je nach Gusto kann das Fahrwerk eher sportlich oder komfortabel abgestimmt werden, sind weitreichende internetbasierte Vernetzungsmöglichkeiten vorhanden und zahlreiche elektronische Fahrhilfen an Bord. Unter anderem ein Stauassistent, der bis zu Tempo 60 nicht nur eigenständig beschleunigt und bremst, sondern das Auto durch Lenkeingriffe auch in der Spur hält.

Bild: STG 2. Oktober 2014, 14:082014-10-02 14:08:05 © SZ.de/harl/kjan/beu/lala/holl/reek