Jaguar XE

Wie schon zwischen 2001 und 2009 wagt sich Jaguar wieder in die Mittelklasse. Damals sollte der X-Type die britische Marke in diesem absatzstarken Segment etablieren, scheiterte mit der Technik des biederen Mondeo jedoch kläglich. Nun soll es der XE besser machen. Der will dieses Vorhaben mit einer besonders guten Fahrdynamik erreichen, weshalb Jaguar auf ein geringes Gewicht (der leichteste XE soll trocken 1474 Kilogramm wiegen) und Hinterradantrieb setzt. Das auf Basis von Offroad-Fahrhilfen entwickelte elektronische System "All Surface Progress Control" ASPC soll helfen, trotz Verzicht auf Allrad auch auf schlüpfrigem Untergrund genügend Traktion aufzubauen.

Basismodell ist ein 163 PS starker und mindestens 36 500 Euro teurer Diesel, der in Verbindung mit einem manuellen Sechsganggetriebe nach Herstellerangabe einen Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern erreichen soll. Darüber rangiert ein Zweiliter-Vierzylinder-Benziner, der laut Jaguar mit zwei nicht näher benannten Leistungsstufen kommen wird. Das vorläufige Top-Triebwerk ist der aus dem F-Type bekannte, 340 PS starke Dreiliter-V6-Benziner mit Kompressoraufladung. Diese XE-Variante soll in 5,1 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigen und maximal 250 km/h erreichen. Weitere Motoren, darunter auch stärkere Diesel, folgen nach der Markteinführung im Sommer 2015.

Zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten und Assistenzsysteme, darunter ein City-Notbremsassistent und ein Head-Up-Display rüsten die Rassekatze für ihr Dasein im Mittelklasse-Raubtierkäfig.

Bild: obs 2. Oktober 2014, 14:082014-10-02 14:08:05 © SZ.de/harl/kjan/beu/lala/holl/reek