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Autosalon Genf 2014:Schnell, teuer, anmaßend

Zwischen Bugatti und Koenigsegg ist ein aberwitziges Wettrüsten entbrannt in Sachen Preis, Leistung und Geschwindigkeit. Doch der Genfer Salon bietet auch bezahlbare Sportwagen. Manch einer ist sogar sozialverträglich.

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Autosalon Genf 2014:Koenigsegg Agera One:1

Der Koenigsegg Agera One:1

Quelle: dpa-tmn

Zwischen Bugatti und Koenigsegg ist ein Wettrüsten entbrannt, das deren Produkte in aberwitzige Preis-, Leistungs- und Geschwindigkeitsregionen treibt. Doch der Genfer Salon, der noch bis zum 16. März geöffnet hat, bietet auch bezahlbare Sportwagen. Manch einer ist sogar sozialverträglich.

3,33 Millionen Euro würde der Koenigsegg Agera One:1 in Deutschland kosten, wären die sechs geplanten Exemplare nicht schon ausverkauft. Diese Auto-Flunder trägt den Namen "Eins zu eins", weil pro Kilogramm Fahrzeug eine Pferdestärke Motorleistung abrufbar ist, heißt es bei Koenigsegg. In Zahlen bedeutet das: 1360 PS treiben 1360 Kilogramm Auto an. Angeblich reicht das, um den mit einem fünf Liter großen V8-Aggregat bestückten Sportwagen aus dem Stand in weniger als 20 Sekunden auf 400 km/h zu beschleunigen.

Da 1000 Kilowatt (kW) einem Megawatt entsprechen, reden die Schweden nicht mehr von einem Super-, sondern von einem Megacar. Und sie sind entschlossen, damit den Geschwindigkeitsrekord für Serienautos zu toppen, den der Bugatti Veyron mit 431 km/h hält.

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Autosalon Genf 2014:Vitesse Rembrandt Bugatti

Der Rembrandt Bugatti auf dem Auto-Salon Genf

Quelle: SOM

Dass er schneller ist als der Bugatti Veyron, muss der Koenigsegg noch beweisen. In puncto Leistung und Preis schlägt der Schwede den Franzosen bereits. Bugatti verlangt für das vierte Editionsmodell seiner sechsteiligen Legenden-Reihe knapp 2,59 Millionen Euro pro Auto. Der auf drei Exemplare limitierte Roadster basiert auf dem 1200 PS starken Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, dem schnellsten Serien-Roadster der Welt, und heißt "Rembrandt Bugatti" - so wie der Bruder von Firmengründer Ettore Bugatti.

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Autosalon Genf 2014:Zenvo ST1

Zenvo ST1 auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Mit einer knappen Million Euro schlägt der Zenvo ST1 (Foto) aus Dänemark zu Buche - ein 1104 PS starker V8-Bolide, der, anders als viele andere Supersportler, mehr wie ein plattgedrücktes Coupé als wie ein Le-Mans-Rennwagen aussieht. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit steht er nun als Serienauto in Genf. Er soll in drei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und deutlich schneller als 300 km/h sein.

Die gleichen Werte gibt der deutsche Hersteller Gumpert für sein jüngstes Werk an. Der Explosion (ab 125 000 Euro) ist ein schnörkelloses Coupé, das in der Basisversion mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit 420 PS daherkommt. Die stärkere S-Version wird von einem Fünfzylinder mit 510 PS angetrieben. Man darf gespannt sein, ob der Neuling die kürzlich von einer Insolvenz gebeutelte Sportwagenschmiede wieder in die Gewinnzone bringt.

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Autosalon Genf 2014:Lamborghini Huracán LP 610-4

Der Lamborghini Huracán LP 610-4 auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Der neue Einstiegs-Lamborghini namens Huracán LP 610-4 beerbt im späten Frühjahr den Gallardo. Er fährt mit einem 5,2 Liter großen und 448 kW/610 PS starken V10 bis zu 325 km/h schnell und kostet ab rund 202 000 Euro.

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Autosalon Genf 2014:Ferrari California T

Der Ferrari California T auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Ferrari bringt im California T den Turbomotor zurück - daher das T in der Bezeichnung des mindestens 180 000 Euro teuren Facelift-Modells. Das aufgeladene V8-Triebwerk des 2+2-Sitzers mit Klappdach schöpft aus 3,9 Litern Hubraum 560 PS. Das sind 70 PS mehr als bisher, das maximale Drehmoment steigt um fast 50 Prozent auf 760 Newtonmeter.

Der letzte Serien-Ferrari mit Turbo war der F40 aus den späten 1980er Jahren, sagt Pressesprecher Hans Kleymann und erklärt: "Wir führen den Turbo wieder ein, um Emissionen und Benzinverbrauch zu reduzieren, aber ohne auf den Ferrari-typischen Motorsound oder die Performance zu verzichten." Der California T soll im Schnitt mit 10,5 Litern verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 250 g/km entspricht.

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Autosalon Genf 2014:McLaren 650S

Der McLaren 12C auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Am Messestand von McLaren liegt der Huracán-Konkurrent 650S auf der Lauer - mit und ohne Dach. Dabei handelt es sich um eine nachgeschärfte Version des McLaren MP4-12C mit viel Technik aus dem Rennsport und rund fünf Prozent mehr Leistung. Der V8-Turbomotor mit 478 kW/650 PS verhilft dem nur 1,3 Tonnen schweren Briten zu einem Sprintwert von drei Sekunden auf Tempo 100 und einem Spitzentempo von 333 km/h. Für das 650S Coupé werden mindestens 231 500 Euro fällig, für den offenen 650S Spider 255 000 Euro.

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Autosalon Genf 2014:Opel Astra OPC Extreme

Der Opel Astra OPC Extreme auf dem Auto-Salon Genf

Quelle: dpa-tmn

Markennamen wie Ferrari oder Lamborghini lassen Sportwagen-Fans aufhorchen. Aber Opel? Ja, neuerdings auch der, denn die Rüsselsheimer haben sich schon im Vorfeld des Genfer Autosalons mit einem "straßenzugelassenen Supersportler" ins Gespräch gebracht. Und dort steht er nun auf dem Premierenparkett, der Opel Astra OPC Extreme - neben PS-Protzen wie dem Lamborghinis Huracán, dem Koenigsegg Agera One:1 oder dem Ferrari California T.

Zugegeben, ganz so extrem wie die Italo-Boliden oder der schwedische Rekordjäger von Koenigsegg ist der mit Motorsportkomponenten aufgemotzte Opel nicht. Doch der Namenszusatz hat seine Berechtigung: Ein Überrollbügel statt einer Rückbank und viel Carbon an Karosserie und Felgen prädestinieren ihn für die Rennstrecke. Und mit seinem laut Hersteller mehr als 300 PS starken Turbomotor ist der etwa 1,4 Tonnen schwere Astra OPC Extreme alles andere als schwachbrüstig. Und warum das Ganze? "Wegen der großen Resonanz auf unser Engagement im Motorsport wollen wir den Fans etwas zurückgeben", sagt Opel-Sprecher Michael Blumenstein. Wird der Renn-Astra tatsächlich in Kleinserie gebaut, wäre ein Fahrzeugpreis von rund 60 000 Euro realistisch.

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Autosalon Genf 2014:Audi TT

Der neue Audi TT auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Neben den gezeigten Extremsportlern und dem puristischen Opel feiern auf dem Genfer Autosalon eine ganze Reihe Breitensportler Premiere, die spätestens nächstes Jahr bei den Händlern stehen werden. Der neue Audi TT zum Beispiel. Im Profil betrachtet optisch wieder näher an der ersten Generation, hat die dritte Auflage des Coupés technisch große Sprünge gemacht. Statt analoger Uhren im Cockpit und Monitor in der Mittelkonsole gibt es nur noch ein großes Display hinter dem Lenkrad - und gegen Aufpreis unter anderem LED-Scheinwerfer.

An Motoren stehen zum Start des TT im Herbst ein Diesel mit 184 PS und ein Benziner in zwei Leistungsstufen mit 230 PS und 310 PS zur Wahl. Weitere sportliche Neuheiten von Audi: das 300 PS starke S3 Cabrio (ab 48 500 Euro) und der kleine S1 mit 231 PS (ab 29 950 Euro).

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Autosalon Genf 2014:Seat Leon Cupra

Der Seat Leon Cupra auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Seat bringt noch während der Messe den Leon Cupra auf den Markt. Das bislang stärkste Auto der spanischen VW-Tochter kostet mindestens 30 810 Euro. Für Vortrieb sorgt ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit wahlweise 265 PS oder 280 PS.

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Autosalon Genf 2014:VW Scirocco

Der VW Scirocco auf dem Auto-Salon Genf 2014

Quelle: dpa-tmn

Sportlich und kompakt ist auch der VW Scirocco, dem die Wolfsburger nach knapp sechs Jahren ein Facelift spendieren. Die Modellpflege macht den Golf-Ableger laut Hersteller stärker und bis zu 19 Prozent sparsamer. Die insgesamt sechs verfügbaren Benzin- und Dieselmotoren decken eine Leistungsspanne von 125 PS bis 280 PS ab, der sparsamste Selbstzünder soll sich im Schnitt mit 4,1 Litern begnügen (CO2-Ausstoß: 107 g/km).

Und dann wäre da noch der praktische PS-Star unter den Genf-Premieren, der Jaguar XFR-S Sportbrake mit 550 PS starkem 5,0-Liter-V8 unter der Haube. Dieser Power-Kombi bietet bis zu 1675 Liter Stauvolumen im Gepäckabteil und schafft laut Jaguar 300 km/h. Ein flotter Frachter - für einen stolzen Preis: Unter 110 450 Euro ist der Wagen nicht zu haben.

© SZ.de/dpa/Christoph Walter/reek/hart/rus

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