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Autonomes Fahren:Noch ist der selbstfahrende Bus ein Zuschussgeschäft

Bislang gibt es zudem keine standardisierte Zulassung für autonome Fahrzeuge. Die neue Bundesregierung müsse in den nächsten Jahren jetzt Rahmenbedingungen schaffen, die den Einsatz auch ohne monatelangen Kampf um Sondergenehmigungen ermögliche, forderte Lutz am Mittwoch in Bad Birnbach.

Für die Bahn ist der Test in Niederbayern ein Zuschussgeschäft. Noch ist die Fahrt kostenlos und ein "Operator" an Bord, um den Fahrgästen Berührungsängste zu nehmen und bei Problemen zu helfen. Seinen Weg finde das elektrisch angetriebene Fahrzeug mit Hilfe von "speziellen Systemen aus Kameras, Abstandsmessern, Sensoren und einem GPS-Modul". Noch fährt der Bus ruckartig, bremst hart vor Hindernissen.

Langfristig dürfte sich die automatische Technik durchsetzen

Der "Operator" könne bei Bedarf manuell eingreifen, sagte Projektleiter Sebastian Krieg. "Zum Beispiel wenn ein falsch geparktes Auto im Weg steht und umfahren werden muss." Verkehrsexperten halten trotz einiger Startschwierigkeiten für wahrscheinlich, dass sich die automatische Technik auch im öffentlichen Nahverkehr langfristig durchsetzt.

Gerade in ländlichen Gebieten, wo viele Menschen auf ein Auto angewiesen seien, könne mit dem Einsatz die Mobilität gesteigert werden, sagt Christian Hochfeld, Chef der Denkfabrik Agora Verkehrswende. "Es ist viel wirtschaftlicher für die Bahn solche Fahrzeuge einzusetzen als einen Zug mit drei Wagen, die vier Fahrgäste befördern."

© SZ vom 26.10.2017

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