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Automobile Trends:Schwere Zeiten für die Japaner

Der Tsunami und die Katastrophe von Fukushima haben die einheimische Autoindustrie stark gebeutelt, doch die Ursachen für die Talfahrt liegen anderswo. Der übersättigte Binnenmarkt nimmt immer weniger Fahrzeuge ab, das Geschäft in den USA und in der dritten Welt wirft kaum Geld ab, der China-Boom kam für manche Hersteller zu früh, in Südamerika sind japanische Anbieter nur schwach vertreten.

Das Resultat ist eine teilweise kapitalschwache Industrie ohne globale Netzwerkpartner. Subaru hängt am Tropf von Fuji Heavy, Mitsubishi wäre ohne die gleichnamige Bank längst mausetot, Suzuki hat sich durch die Querelen mit VW selbst ins Abseits manövriert, Mazda muss nach der Trennung von Ford nun allein klarkommen.

Bleiben die "Großen Drei". Toyota zehrt noch von den fetten Jahren, Nissan macht mit Renault gemeinsame Sache, Honda pflegt sein bröckelndes Underdog-Image. Doch selbst die Marktführer bauen allzu oft anonyme Transportmittel mit lieblosen Innenräumen, unverbindlicher Dynamik und biederem Design. Was das Land braucht, sind neue Fixsterne vom Schlag eines Toyota Prius, Nissan GT-R, Mazda RX-8, Mitsubishi Evo X - und gute Volumenmodelle.