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Autokauf:Wie finde ich den richtigen Gebrauchtwagen?

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Was muss er haben, worauf kann ich verzichten, wie viel darf er kosten? Wer sich vorher gründlich über sein zukünftiges Auto (Symbolbild) informiert, erleichtert sich selbst die Suche.

(Foto: dpa/Bildbearbeitung: Süddeutsche.de)

Das Angebot an Autos aus zweiter Hand ist unüberschaubar groß. Oft fällt es schwer, den richtigen Wagen zwischen überteuerten Rostlauben und unseriösen Schnäppchen zu finden. Dabei sind die besten Angebote meist gar nicht weit weg.

Rot, silber oder blau? Wenn die Entscheidung für den richtigen Wagen doch nur so einfach wäre wie die Farbauswahl. Viele Faktoren spielen bei der Suche eine Rolle - das reicht vom Preis bis zur Umweltfreundlichkeit des Autos. Am Anfang der Entscheidung stehen vor allem die eigenen Bedürfnisse: Wofür wird der Wagen gebraucht? Reicht ein kleines Stadtauto oder ist ein Geländewagen nötig? Wie viele Personen fahren regelmäßig mit dem Auto? Und ganz wichtig: Wie viel darf der Wagen kosten?

Je klarer das Bild vom gesuchten Auto, umso leichter fällt die Suche. Für einen ersten Überblick lohnt sich eine Recherche im Internet. Hier zeigt sich auch schnell, ob die Vorstellung von Preis und Wagen zusammenpassen. Als Orientierungshilfe für Gebrauchtwagen-Preise hat der ADAC eine Datenbank erstellt. Der TÜV Süd empfiehlt für die Suche nach Fahrzeugen im unteren Preissegment die Inserate in regionalen Zeitungen oder lokalen Anzeigenblättern. "Ein wahrer Geheimtipp sind oft Kleinanzeigen in regionalen Internetbörsen", so der TÜV Süd. Trotzdem sollte man bei Schnäppchen vorsichtig sein: Betrugsfälle bei Gebrauchtwagen-Verkäufen im Internet sind keine Seltenheit.

Auch der Besuch eines Automarkts kann sich lohnen: Dort verkaufen sowohl private als auch professionelle Anbieter ihre Wagen. Vor Ort kann sich der Käufer einen guten Überblick verschaffen. Bei Gebrauchtwagen-Händlern gibt es im Vergleich zu Automärkten meistens nur eine kleine Auswahl an Fahrzeugen, die in der Regel auch teurer sind als bei Privatanbietern. Dafür haften gewerbliche Verkäufer mindestens ein Jahr lang für Sachmängel und bieten meist fachmännisch überprüfte Autos an. Das Risiko eines Reinfalls ist somit geringer, wenn der Gebrauchtwagen bei einem seriösen Händler gekauft wird.

Fast neuwertig sind die Jahreswagen von Werksangehörigen, da die Erstzulassung weniger als zwölf Monate zurückliegt. Die Mitarbeiter von Herstellern können einen Wagen oft mit erheblichem Rabatt erwerben. Die Verkäufe von Werksangehörigen bieten also eine gute Chance, um an Autos in sehr gutem Zustand zu kommen - allerdings kann der Preis auch dementsprechend hoch sein.

Versteckte Kosten

Zum Kaufpreis hinzu kommen unter anderem Kfz-Steuer, Versicherung (hier können Sie einen Tarif berechnen oder Angebote vergleichen) , Betriebsstoffe, Inspektionen, Reparaturen, Kraftstoffverbrauch und Instandhaltung - je nach Modell sind die Kosten unterschiedlich hoch. Kalkulieren Sie möglichst genau und realistisch. Für eine erste Einschätzung kann unter anderem der Autokosten-Rechner des ADAC helfen, der allerdings nur über Modelle informiert, die auch noch als Neuwagen erhältlich sind. Das Bundesfinanzministerium bietet zudem einen Kfz-Steuer-Rechner.