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Neue Modelle:Diese Autos kommen 2019 auf den Markt

Statt auf erschwingliche Elektroautos setzen die Hersteller im nächsten Jahr hauptsächlich auf Luxus und Leistung. Ein Ausblick auf die wichtigsten Neuwagen.

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Fabian Kirchbauer Photography; BMW 3er (2019)

Quelle: Fabian Kirchbauer/BMW

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Fahrverbote hin, Elektrooffensive her: Schaut man auf die Liste der neuen Automodelle, die für das kommende Jahr angekündigt werden, bleibt oft nur ein Kopfschütteln. Die Autos wachsen weiter in Länge und Breite, es muss noch luxuriöser, schneller und teurer sein. Zwar wächst auch die Zahl der Elektroautos, doch auch dort findet der Kunde hauptsächlich Angebote in für die meisten wohl unerschwinglichen Preiskategorien von 60 000 Euro aufwärts. Stattdessen versucht die Autoindustrie, ihre Klassiker ein bisschen aufzuhübschen, anstatt auf echte Innovationen für den Massenmarkt zu setzen.

So startet im März 2019 die Neuauflage des wichtigsten BMW-Modells. Wie bei fast allen Neuvorstellungen gilt auch für den 3er: Er wird immer größer. In der Länge wächst die Limousine um knapp acht, in der Breite um zwei Zentimeter. Günstigste 3er-Variante ist das 150 PS starke Dieselmodell 318d für 37 850 Euro. Damit kostet er genauso viel wie der Vorgänger. Serienmäßig sind in der siebten Generation des 3ers unter anderem LED-Scheinwerfer, ein 8,8-Zoll-Touchscreen, ein adaptiver Tempomat und Klimaautomatik an Bord. Der mit 184 PS kleinste Benziner 320i startet bei 39 950 Euro. Damit hat sich der Einstiegspreis gegenüber seinem Vorgänger um 2000 Euro erhöht. Dafür hat der 3er nun die Achtgang-Automatik "Steptronic" und einen Partikelfilter an Bord.

BMW Z4 (2019)

Quelle: Bernhard Limberger, BMW

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Wem Stauraum unwichtig ist und wer wieder auf einen ähnlich heißen Sommer wie in diesem Jahr setzt, der kann ab Frühjahr 2019 die nächste Generation des BMW Z4 kaufen. Das Design des neuen Roadsters orientiert sich nicht am Vorgänger sondern am Z8, der von 2000 bis 2003 gebaut wurde. Die offensichtlichste Veränderung ist die Rückkehr zum klassischen Stoffverdeck der ersten Generation. Das faltbare Metalldach kam bei den Kunden des Vorgängers nur bedingt an. Einstiegspreis für den Z4 20i mit 197 PS sind 40 950 Euro.

BMW X7

Quelle: Daniel Kraus/BMW

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Dass immer noch mehr Luxus geht und der Markt dafür noch lange nicht gesättigt ist, will BMW mit dem X7 beweisen. Anfang 2019 bekommt damit auch der 7er sein SUV-Pendant. Der X7 soll das erste "Luxus-SUV" der Münchner werden. Er ist zumindest optisch schonmal eine Wucht: Stolze 5,15 Meter ist der X7 lang, 1,99 Meter breit und 1,79 Meter hoch. Dazu kommt ein Radstand von 3,10 Metern. Innen gibt es drei Sitzreihen, auf allen Plätzen mit Sitzheizung. Nimmt man die beiden hinteren Sitzreihen heraus, fasst der Laderaum mehr als 2000 Liter. Im X7 findet sich BMWs neues Operating System 7.0, aufgeteilt auf zwei 12,3-Zoll Bildschirme. Im X7 bietet BMW in Europa keine Zwölf- und Achtzylinder mehr an. Andere Märkte erhalten der große SUV zumindest noch mit dem 462 PS starken V8-Biturbo. Als einzigen Benziner gibt es zum Marktstart den xDrive40i mit 340 PS. Dieser startet bei 86 300 Euro.

BMW 8er Cabrio

Quelle: photos@daniel-kraus.com; BMW

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Auch bei den Cabrios geht es immer noch ein bisschen größer und teurer: Das 8er Coupé ist noch gar nicht im Handel, da stellte BMW auf der LA Auto Show schon die Cabrio-Variante vor, die es ab Mai 2019 zu kaufen gibt. Ab einem Grundpreis von 108 000 Euro gibt es dann das Luxus-Cabrio mit Stoffdach, das sich in 15 Sekunden elektrisch öffnet und schließt. Das Windschott ist immerhin serienmäßig, für die Nackenheizung muss der Käufer bereits Aufpreis zahlen. Die angebotenen Motoren sind die aus dem Coupé, jeweils mit Allrad und Achtgangautomatik. Später im Jahr 2019 kommt nach dem BMW 8er Cabrio auch noch das Gran Coupé mit vier Türen.

Der neue Mercedes-Benz GLE: Der SUV-Trendsetter, ganz neu durchdacht  The new Mercedes-Benz GLE: The SUV trendsetter completely reconceived

Quelle: Daimler AG

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Ab Februar gibt es den neuen Mercedes GLE zu kaufen. Und auch dort sind die größten Verkaufsargumente: Mehr Platz, mehr Komfort, mehr Technik. Der SUV ist im Vegleich zu seinem Vorgänger um acht Zentimeter gewachsen und kommt so mittlerweile auf fast fünf Meter Länge. Die Unmengen an Knöpfen und Bedienelementen, die Mercedes-Fahrer aus anderen aktuellen Modellen des Herstellers kennen, finden sich auch in dem neuen SUV. Zum Verkaufsstart bietet Mercedes den GLE mit Reihensechszylinder und 367 PS an, außerdem gibt es drei Dieselmotorisierungen, die zwischen 245 und 330 PS leisten.

Der neue Mercedes-Benz EQC - der erste Mercedes-Benz der Produkt- und Technologiemarke EQ  The new Mercedes-Benz EQC - the first Mercedes-Benz under the product and technology brand EQ

Quelle: Daimler AG

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Mercedes bringt 2019 sein erstes voll elektrisches Auto auf den Markt. Dabei überrascht es nicht, dass es sich um ein SUV-Modell handelt. Den EQC gibt es voraussichtlich Mitte des Jahres zu kaufen, er verspricht bis zu 450 Kilometer Reichweite bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,1 Sekunden. Um die Reichweite möglichst hoch zu halten, ist die Spitzengeschwindgkeit allerdings auf 180 km/h begrenzt. Das alles ist kein Schnäppchen für Elektroauto-Fans: Mindestens 70 000 Euro sind für den SUV fällig, der sich optisch am GLC orientiert.

Mercedes B-Klasse startet im Februar für 31 847 Euro

Quelle: dpa-tmn

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Dass es auch vernünftig und praktisch geht, zeigt Mercedes mit einem oft unterschätzten und zu unrecht belächelten Modell: Ab Februar liefert Mercedes die dritte Generation der B-Klasse aus. Die Preise für den "Sports Tourer" beginnen bei knapp unter 32 000 Euro. Das Konkurrenzmodell zum BMW 2er Active Tourer oder dem Golf Sportsvan setzt auf die Zielgruppe "junge Familie und ältere Paare". Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Verkaufszahlen von immerhin 1,5 Millionen Autos der ersten beiden Generationen. Dafür gibt es im neuen Modell optisch ein bisschen mehr Dynamik, auch wenn die größten Pluspunkte weiter die Geräumigkeit (der Kofferraum fasst bis zu 1530 Liter) und der Fahrkomfort sind.

Bentley Continental GT Cabrio

Quelle: oh

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Liebhaber von Luxus-Cabrios finden ab Mai den Bentley Continental GT in der Frischluft-Version bei den Händlern. Design, Antrieb und Proportionen stammem vom geschlossenen Continental GT. Das Stoffdach öffnet sich in 19 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Dazu soll es im Innenraum so leise sein wie in der Vorversion des GT-Coupés. Bis auf Weiteres gibt es das Cabrio nur in der 635-PS-Version. Preise für das Model hat Bentley noch nicht bekannt gegeben.

Audi e-tron 2019

Quelle: Audi

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Der Audi e-tron sollte eigentlich schon 2018 ausgeliefert werden, Software-Probleme haben den Start auf 2019 verschoben. Auch bei den Ingolstädtern ist E-Mobilität erst einmal nur etwas für gut betuchte SUV-Fans. Denn die Preise für den e-Tron starten bei 79 900 Euro. Dafür geht es in 6,6 Sekunden von null auf hundert, bei 200 km/h riegelt der Audi ab. Größentechnisch ist der e-tron zwischen Q5 und Q7 angesiedelt, die Reichweite soll laut Audi mehr als 400 Kilometer betragen.

Audi R8 2019

Quelle: TOBIAS SAGMEISTER; AUDI AG

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Anfang 2019 kommt der Audi-Supersportler R8 zurück auf die Straße. Weil er die Abgasnormen nicht einhalten konnte, war der Vorgänger im Frühjahr 2018 aus dem Programm genommen worden. Zwischendurch gab es sogar Gerüchte, dass der R8 komplett eingstellt wird. Nun kommt also das Facelift, weiter mit V10-Motor, dafür aber auch mit einem Partikelfilter. Optisch ändert sich innen und außen nicht viel. Für das Topmodell gibt es dann eine Alcantaraausstattung, von außen fallen die Auspuffendrohrblenden auf, die jetzt oval statt eckig sind. Preise sind noch nicht bekannt, dürften sich aber am Startpreis des Vormodells (ab 166 000 Euro) orientieren.

Citroen D5 Aircross

Quelle: Citroen

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Auch Citroën setzt 2019 weiter auf den SUV-Trend, allerdings zu deutlich günstigeren Preisen als bei den deutschen Premiumherstellern. Mit dem C5 Aircross startet Anfang 2019 der größte SUV der Citroën-Familie. Ab 23 290 Euro gibt es den Franzosen zu kaufen. Dabei setzt Citroën vor allem auf Komfort. Das Fahrwerk ist weich, die Sitze bequem und im Innenraum genügend Platz, damit fünf Passagiere auch längere Strecken komfortabel überstehen. Allradantrieb ist, anders als bei den Konkurrenten VW Tiguan oder Opel Grandland X, nicht im Programm.

Peugeot 508 SW

Quelle: tibo; Peugeot

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Ein Jahr nach der Limousine kommt im Sommer 2019 die Kombivariante des Peugeot 508 zu den Händlern. Preise nennt der Hersteller noch nicht, sie dürften aber bei knapp 32 500 Euro starten und damit etwa 1000 Euro über denen des Viertürers liegen. Punkten will das neue Modell vor allem mit viel Platz: Bis zu 1780 Liter fasst der Laderaum, das sind fast 200 Liter mehr als beim Vorgänger und im Übrigen genauso viel wie zum Beispiel der Passat Variant bietet. Serienmäßig hat der Peugeot unter anderem Spurhalteassistenten, Verkehrsschilderkennung und Einparkhilfe für das Heck an Bord.

Opel Insignia Facelift

Quelle: OPEL

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Bei Opel gibt es zunächst nur Neuerungen unter der Haube und im Innenraum. Für den Insignia und den Astra bietet der Hersteller zwei neue Motoren an: Einen 1,6-Liter BiTurbo-Diesel mit 150 PS für den Astra und einen 1,6-Liter Turbobenziner mit 200 PS für den Insignia. Dazu wurde im Insignia das Infotainment-System komplett überarbeitet. Dort gibt es auf einem acht Zoll großen Farbtouchscreen jetzt auch Verkehrsbedingungen in Echtzeit (Live Traffic), sowie Infos zu Spritpreisen und freien Parkplätzen. Auf Wunsch kann der Kunde auch ein Head-Up-Display ordern.

Im Herbst wird dann auch eine echte Neuvorstellung erwartet: Der neue Opel Corsa, der sich die Kleinwagenplattform des PSA-Konzerns mit dem Peugeot 208 teilen wird. Zusätzlich kündigt Opel auch eine Elektro-Variante des Kleinwagens an.

Ford Focus Active

Quelle: Ford

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Ford erweitert Anfang 2019 seine Focus-Reihe um ein weiteres Modell. Der "Active Tourer" folgt einem bekannten Konzept: ein höhergelegtes Fahrwerk, eine "geländegängige" Optik mit auffälligen Verkleidungen an Radkästen und Schwellern und einen extra Fahrmodus für unbefestigtes Gelände und holprige Straßen. Die Preise starten bei 25 300 Euro für einen 125-PS-Benziner.

Landrover Evoque

Quelle: Nick Dimbleby; Landrover

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Am Design des neuen Landrover Evoque ändert sich nur wenig. Die Karosserie ist noch ein bisschen mehr geglättet und natürlich wächst auch dieses Auto wieder um ein paar Zentimeter: 4,37 Meter misst der Evoque in der nächsten Generation, in der es das Modell nur noch als Fünftürer geben wird. Deutlich mehr hat Landrover in die Serienausstattung gepackt: LED-Scheinwerfer, Touchscreens, eine Rundum-Einparkhilfe, Rückfahrkamera und einen Spurhalteassistenten. Die Basisversion des Evoque mit einem 150-PS-Diesel und Frontantrieb startet bei 37 350 Euro. Entscheidet man sich für einen stärkeren Motor und entsprechend erweiterte Ausstattung, sind aber auch schnell mehr als 50 000 Euro erreicht.

VW T-Cross

Quelle: Volkswagen AG

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Unterhalb von Tiguan und T-Roc bringt VW 2019 den T-Cross auf den Markt. Der kleine SUV basiert auf dem Polo und positioniert sich damit gegen den Opel Crossland X oder den Seat Arona. Optisch kommt der T-Cross daher wie ein leicht eingelaufener Tiguan, in der Basisversion gibt es dafür schon zahlreiche Assistenzsysteme wie ein Notbremssystem, einen Spurhalteassistenten und einen Totwinkelwarner. Die Preise starten bei 18 000 Euro und liegen damit auf ähnlichem Niveau wie bei der Konkurrenz.

Ende des Jahres geht auch der Golf in die nächste Generation. Auf den vollelektrischen ID, für den VW für unter 30 000 Euro mehr als 500 Kilometer Reichweite verspricht, müssen die Kunden dagegen noch bis 2020 warten.

Volvo V60 Cross Country

Quelle: Volvo

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Volvo bringt Anfang 2019 auch den V60 als Cross Country auf den Markt. Die Karosserie ist im Vergleich zum Volvo V60 um 7,5 Zentimeter höhergelegt, Radläufe und Stoßfänger sind mit Kunststoffteilen rustikaler geformt. Dazu hat der Cross Country serienmäßig Allradantrieb. Dabei hat der Kunde die Wahl zwischen einem 350 PS starken Benziner und einem Diesel mit 190 PS. Die Preisliste startet bei 52 350 Euro.

Mazda 3

Quelle: AP

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Die neue Version des Golf-Konkurrenten hat Mazda gerade auf der LA Auto Show vorgestellt. Der Mazda 3 steht künftig auf einer komplett neuen Plattform und zeigt sich auch im Design deutlich weiterentwickelt. Außen gibt es so gut wie keine Kanten mehr und auch im Innenraum hat Mazda aufgeräumt. Statt vieler Knöpfe gibt es dort jetzt einen großen Touchscreen und einen Dreh-Regler auf dem Mitteltunnel.

Eine echte Neuheit ist auch der Antrieb: Im Mazda 3 arbeitet ein "Diesotto-Motor", der die Vorzüge eines Benziners mit denen eines Diesels kombiniert. Beim Anfahren und bei hoher Last entflammt eine Zündkerze das Benzin-Luft-Gemisch wie bei einem Benziner. Bei normaler Fahrt entzündet sich der Sprit durch seine hohe Verdichtung selbst - wie beim Diesel. Dadurch ist der Motor ähnlich sparsam wie ein Diesel, soll aber weniger Schadstoffe ausstoßen. Mazda bietet diese Technik als erster Hersteller in einem Serienmodell an.

Kia Proceed

Quelle: Kia

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Mit dem Kia ProCeed bringen die Südkoreaner Anfang 2019 einen sportlichen Kompaktkombi auf den Markt, der schon bei seiner Vorstellung auf der Automobilmesse in Paris für Aufsehen sorgte. War Kia bisher eher für zurückhaltendes Design bekannt, setzt der ProCeed auf sportliche Linien. Trotz der abfallenden Dachlinie gibt es im Kofferraum noch einigermaßen alltagstaugliche 594 Liter Ladevolumen. Zur Serienausstattung des Kia ProCeed gehören unter anderem ein Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Fernlichtassistent und ein Müdigkeitswarner.

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Quelle: Tesla Motors

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Auch wenn das Tesla Model 3 schon lange keine Neuvorstellung mehr ist, warten Vorbesteller in Europa immer noch auf die Auslieferung ihrer Fahrzeuge. Anfang Dezember verkündete Tesla, dass ab Februar die ersten Kunden in Deutschland ihr Model 3 bekommen werden. Bei den Preisen ist man aber doch ein deutliches Stück von einem "E-Auto-für-Alle" entfernt. Die Model-3-Version, die zunächst in Deutschland erhältlich sein wird, startet bei knapp 58 000 Euro.

© SZ.de/mkoh/dd

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