Auto-Jubiläen - Teil 2: 1975 bis 1990Feuerroter Fernsehstar

Der 308 ist kein gewöhnlicher Ferrari - schließlich saß regelmäßig ein legendärer TV-Detektiv am Steuer. Außerdem unter den Jubilaren 2015: automobile Superlative, echte Mittelklasse-Dauerbrenner und ein Auto-Flop aus der DDR.

Von Thomas Harloff

40 Jahre BMW 3er E21

BMW gelingt es in den Sechzigerjahren, seine wirtschaftlichen Probleme zu überwinden. Neben den Varianten der Neuen Klasse ist dafür hauptsächlich die kompaktere, 1966 vorgestellte 2er-Reihe verantwortlich. Die braucht Mitte der Siebzigerjahre einen Nachfolger und findet ihn in einer zweitürigen Limousine, die intern den Code E21 trägt. In den Handel kommt das neue Modell - der drei Jahre zuvor eingeführten neuen Nomenklatur folgend - als 3er-Reihe.

Mit dem Neuling will BMW den fahraktivsten Vertreter der unteren Mittelklasse anbieten. Das aufwändige Fahrwerk mit McPherson-Vorderachse sowie Einzelradaufhängung an Schräglenkern und Federbeinen hinten ist deshalb sportlich abgestimmt. Dass der 3er ein echtes Fahrerauto sein soll, zeigt auch sein Innenraum: Die Mittelkonsole ist erstmals zum Fahrer hin geneigt, was die dort untergebrachten Schalter leichter erreichbar machen soll und in den nächsten Jahrzehnten ein charakteristisches Merkmal vieler weiterer BMWs wird.

Die Vierzylindermotoren der Modelle 316, 318, 320 und 320i leisten zwischen 75 und 109 PS. Zum echten Alltagssportler wird der BMW 3er spätestens 1977, als der 320 mit Sechszylindermotor erscheint. Als 323i leistet er 143 PS, beschleunigt in 9,5 Sekunden von Null auf Hundert und auf maximal 190 km/h.

Linktipp: Die Bildstrecke mit den Auto-Jubiläen, Teil 1 (die Jahre 1935 bis 1975) finden Sie hier.

Bild: eb.andriuolo; BMW Group 19. Januar 2015, 07:342015-01-19 07:34:21 © SZ.de/harl/reek