Audi R8 e-tron Er summt wie ein omnipräsenter Synthesizer

Das Konzert aus Hochvoltbatterie, Leistungselektronik und Elektromotoren ist ein ausgesprochen physisches Erlebnis, das uns stereophon umsurrt und umsummt wie ein omnipräsenter Synthesizer. Die Lenkung und die Hinterradbremse arbeiten mit elektromechanischer Unterstützung, das LED-Abblendlicht passt Intensität und Fokussierung dem Wetter, dem Straßenverlauf und der Fahrsituation an, die Car-to-x-Kommunikation vernetzt den e-tron mit dem fließenden Verkehr und dem Umfeld. Das klingt banal, ist aber eine echte Hilfe - zum Beispiel durch Warnen vor Staus und Unfällen, durch Abstimmen der Navigationsdaten mit dem Verkehrsfluss oder durch Früherkennen von Steigungen und Ampelphasen.

Im Elektroauto ist es also wichtig, unnötige Brems- und Beschleunigungsmanöver zu vermeiden. Stattdessen wird nach Möglichkeit höchst effizient gesegelt. Darunter versteht man das Ausnutzen von Schwung im entkoppelten Leerlauf, das noch ein paar Zwischentöne leiser und entrückter klingt als die ganz normale, ohnehin schon fast Dezibel-neutrale Stromerei.

Die Frage, ob der e-tron bei Audi eine Zukunft hat, beantwortet Entwicklungsvorstand Dick eindeutig: "Absolut. Wir fangen an mit zehn Autos, steigern 2011 auf 100 und wollen 2012 sogar 1000 Stück bauen und absetzen." Und auch die Frage, wie das nächste E-Mobil aus Ingolstadt aussehen könnte, steht bereits im Raum. Dick: "Das kommt auf Basis A1 und ist vom Ansatz her mindestens so mutig wie damals der A2." Und wann? "Ich bin Optimist und sage 2013."